Der Rosenteich

Ein Fisch sprang hocherfreut im Teich
und tauchte mehrfach unter.
Dies lag an seiner Gattin Laich,
die Jungen sind putzmunter.

Die Eier waren angeklebt,
an des Teiches Pflanzen.
Der Rosenteich ist sehr belebt,
Libellen sieht man tanzen.

Die Wasserrosen bieten Platz,
für Frösche, Bienen, Mücken.
Die Blütenpracht, ein echter Schatz,
um Falter zu entzücken.

Ein Schwanenpaar schwimmt stolz im Kreis,
mit ihren süßen Jungen.
Die Sonne scheint besonders heiß,
schon schlürfen viele Zungen.

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Twity-Autor, 15.06.2019
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Uhu und Maus


Ein Uhu sitzt auf einem Baum,
was dann geschieht, versteht er kaum,
er hat sie gut gesehen.
Ein Mäuschen kam aus einem Loch,
ihm knurrte auch der Magen.
Das arme Mäuschen schafft es noch,
als es zurück ins Löchlein kroch,
es sah den Uhu jagen.

Herr Uhu schmollt auf einem Ast,
weil er im Flug daneben fasst,
gab es nichts zu futtern.
Die Maus verblieb in ihrem Reich,
warum muss keiner raten.
Im Erdreich fraß sie Würmer weg,
auch sie erfüllten ihren Zweck,
wie auch der Käfer Maden.

Der Uhu hielt noch weiter aus,
er starrte auf der Mäuse „Haus,“
doch jene gingen schlafen.
Der Mond war hell, der Mond war voll,
der Uhu will noch speisen.
Er hielt an seinem Mäuschen fest,
die Müdigkeit zog ihn ins Nest,
schon bald wird er neu kreisen.

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Twity-Autor, 06.06.2019
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Im Wald


Der Igel spießt die Früchte auf,
das Fallobst von den Ästen.
Ein Eichhorn klettert Tannen rauf,
gibt Kletterkunst zum Besten.

Sein Kobel unterm Nadeldach
ist Schutz und sein zu Hause.
Der Grauspecht macht wie immer Krach,
doch zwischendurch auch Pause.

Ein Wildschein saust durchs Unterholz,
wühlt Eichenboden auf.
Ein Rehkitz macht die Mutter stolz,
ihr Junges ist gut drauf.

Der Waldkauz äugt im Wald umher,
der Fuchs gräbt noch am Bau.
Die Hasen laufen kreuz und quer,
manch Futter ist halt schlau.

Der Wolf markiert sein Waldrevier,
um Rotwild zu erjagen.
Der Herbst steht vor des Waldes Tür,
wird Farbenzauber wagen.

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Twity-Autor, 11.09.2018
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Oktober kommt im Goldgewand

 

Oktober kommt im Goldgewand,
die letzten Blätter färben.
Dazwischen erntet manche Hand,
denn nichts soll gar verderben.

Manches Obst war früher reif,
durch den Jahrhundertsommer.
Der Morgen perlt im Nebelschweif,
doch später wird er frommer.

So mancher Strahl bricht durchs Geäst
und lässt die Bäume schimmern.
Noch hält sich manches Blättlein fest,
den Buntspecht hört man zimmern.

Oktober kommt im Goldgewand,
legt sich auf Wald und Wiesen.
Und bringt vereinzelt noch im Land
viel Schönheit zum Genießen.

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Twity-Autor, 29.08.2018
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Blütenwende

Manches Veilchen steht nicht mehr,
es kamen neue Blumen her.
Dies trübt den schönen Sommer nicht,
er übt noch lange kein Verzicht.

Wo überall auch Wurzeln stehen,
wird manches kommen, manches gehen.
Der Wald tauscht seine Blumen aus,
für einen frischen Sommerstrauß.

So schaut nur zwischen Weg und Moos,
so manche Blüte wird noch groß.
Jetzt reifen schon die Pilze ran,
bei Sammlern kommt dies bestens an.

Der Sommer hat stark Konjunktur,
man sieht es an der Sonnenuhr.
Der Abend zeigt so um halb zehn,
jetzt muss die Sonne schlafen geh’n.

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Twity-Autor, 05.07.2018

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Das Froschkonzert

 


Ein Frosch übt sich im Frühkonzert,
er möchte sich verlieben.
Im Schilf hört man das laute Quaken,
dabei ist's nicht geblieben.

Die andren Frösche in dem Teich
und auch im nahen Weiher,
sie haben gleich mit eingestimmt,
bei dieser Hochzeitsfeier.

Schallblasen unterstützten sie,
bei jedem Quak und Laut.
Und jeder Knatter-Paarungsruf
hat auf Erfolg gebaut.

So kam es zu dem Froschkonzert,
es hielt bis abends an. 
Und bis die Sonne unterging,
stand mancher Frosch sein Mann.

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Twity-Autor, 13.06.2018
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Der Buntspecht


Der Buntspecht trommelt tief im Wald,
für Weibchen, Höhle, Futter.
Die Balzzeit lässt kein Weibchen kalt,
demnächst wird Frau Specht Mutter.

Die Juni-Würmer schmecken gut,
wie Larven, Samen, Beeren.
Auch Kirschen stärken bei der Brut,
sie mag man nicht entbehren.

Kix- kix, kix- kix schallt es umher,
der Nachwuchs schnäbelt Raupen.
Manch Meisen-Kind gibt es nicht mehr,
dies ist nur schwer zu glauben.

Der Buntspecht lockt mit Futter an,
er frisst der Meisen Kinder.
Und später schmiedet er sodann
die Zapfen für den Winter.

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Twity-Autor, 06.06.2018
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Eine kleine Spinne

Eine kleine Spinne,
webte sich ein Haus,
kletterte an Seilen,
war auf Beute aus.

Plötzlich eine Fliege,
aus der Gattung Schmeiß,
bekam nicht mehr die Biege,
zahlt den Todespreis.

Eine Stech- und Mücke,
hat sie schnell bemerkt,
flog in Richtung Brücke,
wo sie sich gleich stärkt.

Und die kleine Spinne,
war fürs Erste satt,
spann noch dichter Fäden,
um ihr grünes Blatt.

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Twity, 28.05.2018
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Frau Hänge-Birke


Frau Birke ist des Waldes Stolz,
gar eine wahre Zier.
Sie ist aus einem guten Holz,
ein echter Pionier.

Das Halstuch bleibt ihr zwar erspart,
nicht Kahlschlag oder Brände.
Durch ihre tolle Lichtbaumart,
schafft sie im Wald die Wende.

Frau Birke düngt mit Blätterlaub
und Samen karge Erde.
Und sie wird schöner, mit Verlaub,
sobald es Frühjahr werde.

Dann hängen lange Würstchen-Katzen,
an den dünnen Zweigen.
Die nie an heller Rinde kratzen,
wenn sich die Äste neigen.

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Twity, 28.05.2018
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Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon )

 

Eine Raupe hübsch und klein
frisst sich durch ein zartes Blatt,
schläft auch manchmal darauf ein,
ist sie müde, ist sie satt.

Vorher war sie noch im Ei,
doch dann wurde es zu eng,
Papilio ward endlich frei,
denn es machte plötzlich peng.

Wiesenkümmel, wilde Möhren,
Pastinak und Bibernelle,
darauf würde sie jetzt schwören,
diese frisst sie auf der Stelle.

Denn Verpuppung kostet Kraft,
bald muss sie durch den Kokon,
wenn sie ihn dann endlich schafft,
fliegt ein Schmetterling davon.

Gelb und schwarz, mit Muster-Flügel,
etwas Blau im Schwalbenschwanz,
segelnd nimmt er jeden Hügel,
bei Nektarsuche, Paarungstanz.

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Twity, 12.05. 2018
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