Die Brückenbauer

Die Sonne und der Regen
haben sich verbunden.
Auf allen ihren Wegen,
werden sie gefunden.

Unterhalb der Wolken,
unterm Himmelzelt,
werden Menschen folgen,
auf der ganzen Welt.

Denn sie bauen Brücken,
wie den Regenbogen.
Mit Farben die beglücken,
bis sie dann weiter zogen.

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Twity, 21.04.2017
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Der schöne Mai

 

Der Mai ist grün, der Mai ist bunt,
das ist ein wunderbarer Grund
ihn fest in unser Herz zu schließen,
wenn überall Maiglöckchen sprießen.
Der Mai ist schön, der Mai ist warm,
an Vielfalt ist er niemals arm,
er ist besonders liebenswert,
noch nie hat jemand sich beschwert.

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Twity, 21.04.2017
© by Twity-Autor 

Alles kommt zu seiner Zeit

 

Der Lenz hat seine Pflicht erfüllt,
die Bäume schlagen aus.
Die grüne Hoffnung wird gestillt,
es mehrt sich Augenschmaus.

Egal wohin das Auge blickt,
die Welt ist wieder bunt.
So manche schöne Tulpe nickt,
der Frühling ist der Grund.

Die Fastenzeit ist nun vorbei,
es folgt das Osterfest.
Gar mancher schätzt das Osterei,
das Huhn, was jene presst.

Gar alles kommt zu seiner Zeit,
es gibt dem Dasein Sinn.
Oft wechseln Glück und Traurigkeit,
wie Tod und Neubeginn.

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Twity,
08.04.2017
© by Twity-Autor

Der alte Apfelbaum

 

Im Garten von Herrn Müller,
da steht ein Apfelbaum.
Er ist ein echter Knüller,
man staunt und glaubt es kaum.

Er ist zweihundert Jahre,
hielt manchen Krieg schon stand.
Manch Apfel streifte Haare,
er blieb, trotz Feuerwand.

Er half in Hungersnöten,
war Traumreich und Versteck.
Wenn seine Äpfel röten,
läuft keiner so schnell weg.

Er sah die Kinder toben,
und manche später sterben.
Den Zaun hat man verschoben,
es wechselten die Erben.

Doch er lebt einfach weiter,
der Sonne zugewandt.
Die Krone ist heut breiter,
er ist in „Bienenhand.“

Gar manche Äste fehlen,
das ist dem Baum egal.
Er könnte viel erzählen,
vom Glück und von der Qual.

Ihm ward es nie beschieden,
drum bleibt der Zeuge still.
Er kann noch manches bieten,
sofern sein Alter will.

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Twity-Autor 09.03.2017
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Die Ankunft

 

Ein Glöckchen hier, ein Glöckchen da,
welch irdisches Entzücken.
Die Farben leuchten weiß, blau, gelb,
der Lenz muss sich nicht bücken.

Denn jede Zwiebel weiß genau
wie ihre Blüten werden.
Und jede treibt gar Jahr um Jahr,
die schönsten hier auf Erden.

Und weil dies Grund zur Freude ist,
mag jeder gern verweilen.
Gar manches Herz ist hocherfreut
beim Sonnenstunden-Teilen.

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Twity, 05.03.2017
@ by Twity-Autor

Der Eierbaum

 


Der Blumentopf trägt kleine Samen,
Solanum melongena,
und als die ersten Triebe kamen,
da war alsgleich manch Blüte da.

Im zarten violetten Kleide,
entfalten sie sich in der Nacht,
und kurz darauf bekommt sie Eier,
wer hätte dies von ihr gedacht.

Dies liest sich wie ein Ammenmärchen,
gar lustig, doch es ist auch wahr, 
es gibt tatsächlich Eierbäume,
und manchmal werden sie vier Jahr'.

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Twity, 30.01.2017
© by Twity-Autor 

Geschichte

Sie kommt und geht, so ist der Lauf,
nicht jeder schreibt Geschichte.
Die Erde hat sie gleich zuhauf,
mancher gibt gar vorschnell auf,
macht seine so zunichte.


Doch mancher Kluge füllt den Kopf,
mit Träumen und mit Wissen.
Ergreift Gelegenheit beim Schopf,
und köchelt erst mit kleinem Topf,
er steigert sich beflissen.


Das macht ihn groß, weil er sich traut,
Erfolg kennt viele Namen.
Geschichte schreibt - wer sie erbaut,
wer Vorbild ist, nach vorne schaut,
er fällt gern aus dem Rahmen.



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Twity, 19.09.2016
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Der Sonnenhunger

 

Der Hunger wird wohl kaum gestillt,
ihn muss man wohl ertragen.
Noch scheint die Sonne warm und satt,
in den Septembertagen.

Wer mag sucht sich den besten Platz,
zum Sonnen und zum Baden.
Und tankt das hochgeschätzte „D,“
zu viel kann niemals schaden.

Ganz anders ist es mit der Haut,
sie mag es nur in Maßen.
Doch wer der Sonne blind vertraut,
bekommt mitunter Blasen.

Noch ist der Hunger mäßig klein,
das wird sich niemals legen.
Doch später nimmt er richtig zu,
wenn kalte Stürme fegen.


Twity, 01.09.2016

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Der Pflaumenbaum


Die Taube sitzt in meinem Traum,
ein Traum von einem Bäumchen.
Ich sehe, doch ich glaub' es kaum,
sie scheißt auf edle Pfläumchen.

Sie flattert mehrfach hin und her,
und pickt sich durch die Schalen.
Die Pflaumen selber sind zu schwer,
sind überreif und strahlen.

Auf einmal zieht sie einen Wurm
und bringt ihn heil zum Neste.
Sie fliegt zum nahen Glockenturm,
der Wind entsorgt die Reste.

Zu Boden fällt der blaue Schmaus,
ein Admiral ist schnell zur Stelle.
Der Edelfalter saugt sie aus,
und wartet noch, für alle Fälle.


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Twity, 25.08.2016
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Schöner alter Apfelbaum

Schöner alter Apfelbaum,
schüttle doch die Zweige.
Deine Äpfel sind schon rot,
die Höhe macht mich feige.

Deine Größe schwindelt mich,
auf der Sprossenleiter.
Deshalb steig‘ ich schnell hinab,
dies ist wohl gescheiter.

Und ich stell‘ den Besenstiel,
nahe deiner Wurzeln.
Warte bis ein Lüftchen weht,
und deine Kinder purzeln.

Sei nicht traurig, alter Baum,
wer braucht schon deinen Segen.
Irgendwann sind sie zu schwer,
dann hilft mir Wind und Regen.

Schöner alter Apfelbaum,
kannst sie nicht mehr halten.
Hast doch noch dein Blätterdach,
und ich die Apfelspalten.

Twity, 07.08.2013
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