Damit die Erde nicht versagt

Drei Wochen sind bereitsvergangen,
das neue Jahr ist noch sehr jung. 
Mancher will ein Wunsch erlangen,
manche Seele braucht noch Schwung.

Das Leben geht gar immer weiter,
die alte Hoffnung kommt neu mit.
Ein kleines Glück stimmt froh und heiter,
das neue Jahr ist frisch und fit.

Gedanken hüllen sich in Träume,
man wünscht sich eine gute Zeit.
Für sich, die Welt und ihre Bäume,
man baut dabei auf Menschlichkeit.

Die Wünsche eilen schon voraus,
der Mensch ist wie noch nie gefragt.
Durch gute Tat, im kleinsten Haus,
damit die Erde nicht versagt.

.
Twity-Autor, 16.01.2019
© by Twity-Autor

EINST

Einst gab es Bäume, Wiesen,
wo jetzt nur Pflaster steht.
Ein Fluss darf nicht mehr fließen,
weil einfach nichts mehr geht.

Sein Flussbett hat kein Wasser,
nur Tüten, Glas und Müll.
Manchmal kommt es krasser,
da Notdurft es so will

Die Häuser stehen dichter,
Bäume mussten weichen.
Die Fauna wurde lichter,
man fällte nicht nur Eichen.

Die Straßen wurden breiter,
die Autos mehr und mehr.
So ging es stetig weiter,
das Atmen fällt oft schwer.

Da Bäume zahlreich fehlen,
fehlt es an Sauerstoff.
Es kränkeln nicht nur Kehlen,
auch sonst gibt es viel Zoff.

Um Umwelt, Arbeit, Kriege,
um Renten und Asyl.
Um Wohnraum, Macht und Lüge,
um staatliches Kalkül.

Die Jugend ist sich einig,
sie greift politisch ein.
Ist ihr Weg auch steinig,
Veränderung muss sein.

Einst gab es viel mehr Orte,
mit Vielfalt in der Flur.
Einst sprach man viel mehr Worte,
und stellte sich nicht stur.

.
Twity-Autor, 12.06.2019
© by Twity-Autor

Früher gab es Schnee in Fülle

Früher gab es Schnee in Fülle,
im Winter hat es oft geschneit.
Darum standen rings um Straßen
weiße Männer weit und breit.

Ja, es waren gar nur Männer,
eine Schneefrau sah ich nie.
Möhren waren öfters Nasen
und der Schnee ging bis zum Knie.

Ausgediente dicke Mützen,
oder gar ein alter Topf,
trugen ihre weißen Köpfe,
und ihr Bauch so manchen Knopf.

Mancher nahm auch kleine Steine,
und sie wurden Augen, Mund.
Gab die Mutter Schal und Besen,
standen sie perfekt und rund.

Kinder rollten sich auf Wiesen,
mancher rutsche auf dem Po.
Hatte jemand einen Schlitten,
war er stolz und mächtig froh.

Skier fuhren über Pisten,
durch den Wald und die Natur.
Und man war gern länger draußen,
trotz der Kälte in der Flur.

Früher gab es Schnee in Fülle,
und die Luft war noch gesund.
Heute wird es immer wärmer,
jeder kennt dafür den Grund.

.
Twity-Autor, 09.12.2018
© by Twity-Autor 

Die Krähe wirft die Haselnuss

Eine kluge Krähe
flog unter einem Strauch.
Jener trug noch Blätter
und mein Haupthaar auch.

Ich stand bei einer Linde,
als ich die Krähe sah.
Die Nuss in ihrem Schnabel,
war groß und wirklich da.

Sie wollte sie verstecken,
an jenem Busch und Ort.
Zwischen dichten Zweigen,
sie flog dann lieber fort.

Sie hatte mich gesehen,
und fürchtet um die Nuss.
Ich blieb und schaute weiter
und grinste mit Genuss.

Dann flog sie Richtung Fahrbahn
und warf sie aus der Luft.
Ein Auto knackt die Schale
und sie folgt jenem Duft.

Sie läuft zu jener Stelle
und schaut auf den Verkehr.
Und als die Ampel schaltet,
war schon die Schale leer.

.
Twity-Autor, 11.11.2018
© by Twity-Autor

Die Hasenkinder

Ein Hasenkind mit Löffelohren
wurde kürzlich erst geboren.
In einer hohen Gräser-Sasse,
schmeckt Muttermilch nochmal so klasse.

Schon bald verließ er das Versteck
und rannte Mutter Häsin weg.
Sie lebte aber nie alleine,
denn sie bekam gar ständig kleine

süße braune Hoppelhasen,
die gerne über Felder rasen.
Die zeitig eine Mulden haben
und nach Körnern, Wurzeln graben.

Da bleibt wirklich nur zu hoffen,
kein Häschen wird von Blei getroffen.
Und landet dann im Butterschmalz
zwischen Knoblauch, Pfeffer, Salz.

.
Twity-Autor, 09.10.2018
© by Twity-Autor

Der August neigt sich dem Ende

 

Der August neigt sich dem Ende,
das Sommerhoch in diesem Jahr,
vollzieht nur eine kleine Wende,
es ist noch warm, wie wunderbar.

Die große Hitze scheint vorüber,
der Sommer zeigt sich ganz normal
und jeder ist auch froh darüber,
denn vierzig Grad sind sehr fatal.

Die kargen Duschen sind ein Segen,
die Felder, Bäume haben Durst
und alle sehnen sich nach Regen,
denn schließlich geht es um die Wurst.

Die Nächte sind nun endlich kälter,
man atmet durch und schläft gut ein,
es brennen nicht mehr Wald und Felder,
manch Winzer wird zufrieden sein.

.
Twity-Autor, 16.08.2018
© by Twity-Autor

Frau Amsel


Frau Amsel sitzt auf einem Ast,

im Kirschbaum leuchten Kirschen.
Sie hält wie immer eine Rast,
um sich heranzupirschen.

Mit Drosseln teilt sie sich den Baum,
manch Star frisst aus der Krone.
Und siehe da, man glaubt es kaum,
kein Kirschbaum ist mehr ohne.

So manche Kirsche ist nicht rund,
manch halbe hängt am Stängel.
Und dies ist öfters auch der Grund,
für menschliches Gequengel.

Frau Amsel ist dies piepegal,
ihr Schnabel pickt schön weiter.
Die Vögel sind in großer Zahl,
da hilft nur noch die Leiter.

.
Twity-Autor, 11.06.2018

© by Twity-Autor

Der Tag des Meeres


Blaues Meer mit hohen Wellen,
soweit die Augen reichen.
Doch der erste Blick ist falsch,
es treiben viele Leichen.

Durch den Müll, das Öl und Tüten,
Plastikmüll nicht nur am Strand.
Fischernetze zwischen Dosen,
alles durch des Menschen Hand.

Meerestiere müssen sterben,
leiden qualvoll vor sich hin.
Damit der Handel blüht und grünt,
die Unvernunft macht keinen Sinn.

Manchen Geldhai stört es nicht,
die Wirtschaft muss florieren.
Kein Gewissen hält sie auf,
weil sie gern mit Geld agieren.

Jedes Land ist da gefragt,
viele schwimmen mit den Bossen.
Das Meer stirbt aus, ist überfischt,
die beste Zeit ist längst verflossen.

Die Meere trüb, die Fische krank,
Gift, Verlogenheit, Versprechen.
Die Industrie braucht viel mehr Druck,
um dieses Elend zu durchbrechen.

Heute ist der Tag der Meere,
jedes Meer braucht seinen Schutz.
Wie auch Flüsse, Flora, Fauna.
Schluss mit allem Umweltschmutz!

.
Twity-Autor, 08.06.2018
© by Twity-Autor 

Die Sommerlinde

Unter vielen Linden,
Ende Monat Mai,
träumt man gern vom Sommer,
sehnt sich ihn herbei.

An den vielen Zweigen,
herzt es Blatt für Blatt,
von den gelben Blüten
werden Hummeln satt.

Unter ihrer Krone
lässt es sich gut denken,
nah des Baumes Rinde,
einen Kuss verschenken.

Mancher sucht nur Schatten,
unterm Liebesbaum,
lauscht gern Bienen, Vögeln,
im Lindenblüten-Raum.

.
Twity, 24.05.2018
© by Twity-Autor

Natur fängt vor der Haustür an

Natur fängt vor der Haustür an,
bei jedem kleinen Hundehaufen,
bei Straßenmüll und all den Kippen,
samt Einweg-Flaschen, die wir kaufen.

Ab Frühling nimmt er stetig zu,
mancher denkt bereits ans Grillen,
die Wiesen werden zugemüllt,
bei Sonne mag gern jeder chillen.

Verpackung und auch leere Dosen,
Fahrradketten fest am Baum,
die Umwelt leidet immer mehr,
in manchem Fluss treibt nicht nur Schaum.

Ein Ausflug ist oft wunderschön,
die Natur hat viel zu bieten,
wenn man sie stets sauber hält,
wird vielerorts der Tod vermieden.

Natur fängt vor der Haustür an,
bei Vögeln, Bienen, Schmetterlingen,
bei all den Tieren, die erkranken,
weil manche Menschen Qualen bringen.

.
Twity-Autor, 30.04.2018
© by Twity-Autor