Ein tierisch guter Tag

Die Kuh macht quak, die Katze summt,
i-ah schreit unser Hahn,
der Frosch, er bellt, die Biene muht,
Übermut tut heute gut gut,
die Taube kräht vom Kran.

Der Bratfisch gurrt, die Maus kuckuckt,
fiep, fiep macht jeder Hund,
Das Schwein nagt-nagt, der Kuckuck grunzt.
Wer macht es falsch? Wer hat kein Dunst?
Die Ente zischt den Grund.

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Twity, 06.05.2017
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Der Wasserfrosch

 


Der Frosch sonnt sich im Lenzenschein,
er liebt sein Wasserreich.
Er quakt sich für das Laichen ein,
am Rand von einem Teich.
 
Das Weibchen trägt ihn huckepack,
zum besten Wasserplatz.
Er klebt mit grünen nassen Frack
ganz nah an seinem Schatz.

Die Eier hat sie abgelegt,
er legt die Spermien auf.
Nach Tagen hat sich was bewegt,
es larvt sich schon zuhauf.
 
Sie halten sich an Pflanzen fest
und werden Kaulquappen.
Acht Wochen dauert noch der Rest,
bevor sie Fliegen schnappen.


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Twity, 23.04.2016
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Ein knallig rotes Osterei

 

Ein knallig rotes Osterei,
das wollte sich verstecken.
Da kam sogleich der Fuchs vorbei,
er wollte es erschrecken.

Doch weil es keine Ohren hat
und leider keine Beine,
da lag es sich die Schale platt
und war auch ganz alleine.

Doch wie der Zufall es gern will,
ein Kind hat es gefunden.
Ein gutes Kind mit Hut und Brill‘,
hat es am Zweig gebunden.

Und später klopfte jemand an,
das war die schwarze Dohle.
Dann fiel das Ei, oh man, oh man,
gar mitten in die Kohle.

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Twity, 12.04.2017
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Ein Hase

 

Ein Hase kam als fremder Gast
zum Huhn und deren Küken.
Und weil es ihm gar zeitlich passt,
soll jene Eier drücken.

Und auch der Rest im Hühnerstall
kam seiner Bitte nach.
Denn er versprach in jedem Fall,
gar Heu was niemals stach.

Sie pressten deshalb im Akkord,
die Sitzung muss sich lohnen.
Der Hase trägt die Eier fort,
wo viele Menschen wohnen.
 
Dort werden sie gekocht, gefärbt,
für's liebe Osterfeste.
Dem Hasen wird das Fell gegerbt,
man will ja nur das Beste.
 
Und jener hatte echt geglaubt,
man würde ihn verschonen.
Wenn er für sie die Eier raubt,
dann würde es sich lohnen.

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 Twity, 31.03.2017
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Eine dicke Hummel

Eine dicke Hummel
summt im Flug daher.
Fliegt in Richtung Tulpen,
stürzt ins Blütenmeer.

Saugt mit ihrem Rüssel
gelben Pollen ein.
Trinkt vom süßen Nektar,
und bestäubt sich fein.

Nutzt dabei die Flügel,
drückt sich Stempel auf.
Und besucht die Kirsche,
gibt trotz Wind nicht auf.

Eine dicke Hummel
liebt den Sonnenhut.
Und auch wilde Kätzchen
sind für Hummeln gut.

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Twity-Autor, 21.03.2017
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Die Zirkusmaus

 

Die Zirkusmaus hat gut trainiert,
sie springt ins Federkissen,
damit sie sich auch nicht blamiert,
übt sie stets beflissen.

Sie springt von einem hohen Seil,
und danach durch zwei Reifen,
im Flug fängt sie noch eine Pfeil,
und wird gar Feuer streifen.

Zusammen mit dem kleinen Floh
dreht sie dann Pirouetten,
als Lohn nimmt sie gern immer froh,
vom Bauchspeck, nur den fetten.

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Twity, 01.03.2017
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Der gefiederte Rückflug

 


Frau Schwalbe kommt aus Afrika,

sie hat dort überwintert.
Das macht sie stetig Jahr für Jahr,
noch nie war sie verhindert.

Die Reise war wie immer weit,
jetzt kommt sie gern zum Nisten.
Für Lehm und Halme wird es Zeit,
und auch für Vogelkisten.

Der Mauersegler folgt alsgleich,
gefolgt von Gänseschwärmen.
Und mancher Storch zieht in sein Reich,
da Winde sich erwärmen.

Pfuhlschnepfen finden auch zurück,
wie auch die Mönchsgrasmücke.
Der Kranich hatte großes Glück,
er schloss im Flug die Lücke.

Rohrsänger, Kuckuck und der Knutt,
sind ebenfalls zur Stelle.
Gar mancher ist vom Flug „kaputt,“
und sucht die Nahrungsquelle.

Die Wiesenweihe reiht sich ein,
und viele bunte Sänger.
Drum muss es folglich Frühling sein,
die Tage sind viel länger.

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Twity, 22.02.2017
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Der Kobold mit der falschen Nase


W
er lauert da im feuchten Grase?

Ein Kobold ist’s mit falscher Nase.
Was führt ihn hin, was will er dort,
an diesem närrisch lauten Ort?

Die Neugier war wie immer schuld,
und ungebremste Ungeduld.
Er folgte nicht den süßen Düften,
er wollte ein Geheimnis lüften.

Dann sah er diese Umzugswagen,
und Menschen bunte Schilder tragen.
Sie machten Lärm und auch Musik,
er folgt erst unbemerkt ein Stück.

Und stieß dabei auf bunte Narren,
sie zogen einen alten Karren.
Dort saß auf Stroh die Meerfrau hold,
ihr Krönchen war aus falschem Gold.

Und auch der Teufel war im Bunde,
wie Ritter und die Kuligunde.
Und alle schrien im Chor „Hellau,“
dies sah er alles sehr genau.

Und wie Mariechen Räder schlug,
dann hatte er wahrhaft genug.
Von diesem harten Bonbonregen,
das war durchaus für ihn kein Segen.

Zum Glück fand er die rote Nase,
zuvor im feuchten grünen Grase.
So hat ihn jeder „Clown„ genannt,
und mit ihr ist er fortgerannt.

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Twity-Autor, 06.02.2017
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