Die Spaghettimonster


Auf einem Tisch, in einem Saal,
da stand ein großer Topf.
Die Wände waren rot und kahl,
verfärbt war mancher Schopf.

Dort traf man sich aus Leidenschaft,
die Pasta wird verehrt.
Die rote Soße gab viel Kraft,
gemeinsam wird verzehrt.

Bewaffnet war ein jeder Gast,
durch Gabeln in der Hand.
Sie alle hatten Lust und Knast,
dem Topfe zugewandt.

Und dann ertönt der Paukenschlag,
dies war der Monster Zeit.
So manche Nudel flog am Tag,
sie klebte lang und breit.

An Wand und Decke, Tisch und Haar,
wie Monster eben sind.
Und jeder warf und jeder sah,
in jedem steckt ein Kind.

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Twity, 24.07.2017
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Das Dichten

Das Dichten ist gar eine Kunst,
liebt man der Sprache Wort,
doch hat man davon wenig Dunst,
ist manches Werk gar Mord.

Doch nutzt man seine Tastatur
und reimt schön an den Enden,
(von mir aus über Wald und Flur,)
dann lässt sich manches wenden.

Ergibt das Ganze dann noch Sinn
und ist mit Herz geschrieben,
dann rafft es manchen Leser hin
und es wird hiergeblieben.

Dann ist man jenem Dichter treu
und freut sich auf die Zeilen,
vorausgesetzt er schreibt sie neu
und borgt sie nicht bisweilen.

Denn mancher gibt sie nie zurück
und schmückt sich dann für immer,
er stiehlt Gedanken Stück für Stück,
und alles wird noch schlimmer.

Ein guter Dichter hat Ideen
verzichtet auf manch Feder,
er schreibt besonders klug und scheen
und zieht auch arg vom Leder.

Er kennt sich mit den Worten aus
und setzt sie stilvoll ein,
und kommt manchmal nur Unsinn raus,
dann sollte es so sein.

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Twity, 15.06.2017
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Wenn der Scheitel breiter wird

Wenn der Scheitel breiter wird,
das Grau sich stark vermehrt,
ist das Färben nicht so gut,
es ist sogar verkehrt.

Denn wenn man etwas älter ist,
ist Reife angesagt,
sie sieht man gut am weißem Haar,
und Mut hat - wer sie wagt.

Da hat man auch ein Vorteil von,
man wird glatt unterschätzt,
und liegt mehr auf der faulen Haut,
wenn keiner weiter petzt.

So manches geht viel leichter durch,
spielt man auf „Tattergreis,“
da hat man öfters seine Ruh',
und spart den Färbepreis.

Den setzt man dann im Kaffee um,
bei Touren und beim Sport,
schließlich fühlt man sich noch jung,
ist auch die Jugend fort.

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Twity, 03.05.2017
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Ein Käfer

Ein roter Käfer auf Asphalt
rennt zwischen zweier Ritzen,
er ermüdete alsbald
und blieb dort einfach sitzen.
 
Dann kam ein blauer von VW,
mit circa achtzig Sachen,
ojemine, ojemine,
er ließ es richtig krachen.

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Twity, 25.04.2017
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Ein knallig rotes Osterei

 

Ein knallig rotes Osterei,
das wollte sich verstecken.
Da kam sogleich der Fuchs vorbei,
er wollte es erschrecken.

Doch weil es keine Ohren hat
und leider keine Beine,
da lag es sich die Schale platt
und war auch ganz alleine.

Doch wie der Zufall es gern will,
ein Kind hat es gefunden.
Ein gutes Kind mit Hut und Brill‘,
hat es am Zweig gebunden.

Und später klopfte jemand an,
das war die schwarze Dohle.
Dann fiel das Ei, oh man, oh man,
gar mitten in die Kohle.

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Twity, 12.04.2017
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Ich sann so leise vor mich hin

 

Ich sann so leise vor mich hin,
dass ich glatt eingeschlafen bin.
Und irgendwann da wacht' ich auf,
die Müdigkeit kroch an mir rauf.

Gedanken hatten es sehr schwer,
der kluge Kopf war richtig leer.
Und weil ich so nicht glücklich bin,
da sann ich wieder vor mich hin.

Doch diesmal lauter, dennoch still,
weil ich gar mehr Gedanken will.
Doch weil das Denken müde macht,
da habe ich nur halb gedacht.

Und plötzlich waren alle da,
Gedanken sind doch wunderbar.
Jetzt starre ich so vor mich hin,
und suche nach der Worte Sinn.

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Twity-Autor, 13.03.2017
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Scheibenkleister

 


Dunkel war die Mitternacht,
ihr fehlten Mond und Sterne.
Der Schlossherr ist grad aufgewacht,
dies sah man aus der Ferne.

Doch als das Öl zu Ende ging,
da kamen auch die Geister.
Und als er dann am Kragen hing,
da schrie er: „Scheibenkleister!“

Das war natürlich nicht so gut,
sie nahmen es sehr wörtlich.
Sie klebten ihn mit Rock und Hut
an eine Scheibe örtlich.

Von außen hing er an ihr fest,
die Geister sind gegangen.
Er wünschte ihnen noch die Pest,
(so hat es angefangen.)

Am Morgen kam das Personal
und half ihm aus dem Mantel.
Und er erzählte von der Qual
und warf erbost die Hantel.

Dann ging er rasch zum Himmelbett,
um sich zu erholen.
Die Folgenacht war auch nicht nett,
da lief er über Kohlen.

Die Geister kamen jede Nacht,
um ihn zu entlohnen.
Er hat nur an sich gedacht,
mit ihnen muss er wohnen.

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Twity, 01.03.2017
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Die Faschingsmaus


Eine kleine Faschingsmaus,

ging zum Fasching aus dem Haus.
Als sie eine Katze sieht,
sieht man wie sie vor ihr flieht.

Schnell hat sie sich gut versteckt,
damit man sie auch nicht entdeckt.
Die Katze traf auf einen Hund,
er zog an ihr mit feuchtem Mund.

Das fand die Katze gar nicht gut,
sie schlich sich weg mit großer Wut.
Das Mäuschen kam aus dem Versteck,
jetzt war die Katze endlich weg.

Zum Umzug ist sie schnell gerannt,
da schrie vor Schreck ein Elefant.
Er rannte auf die Bühne zu,
und rammte eine braune Kuh.

Das arme Tier ward schwer beladen.
Wie geht es weiter? Könnt ihr raten?
Am Ende geht die Faschingsmaus
mit Katzenjammer blau nach Haus‘.

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Twity, 25.02.2017
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Der Schneemann


Der Schneemann ist nun gänzlich weg,
der Winter zeigt sich schwächer.
Das Jammern hat da keinen Zweck,
es tropfen schon die Dächer.

Die Nase fiel ihm vom Gesicht,
danach der Stock und Kohlen.
Der Schneemann sah das Ende nicht,
ihn tranken schwarze Dohlen.


Ein kleiner Rest versickert schnell,
und wässert weiße Glocken.
Und momentan und aktuell
ist es ansonsten trocken.


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Twity, 27.01.2017
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