Rassismus

Die Möhre sprach zum Chinakohl:
„Mach dich von diesem Acker.
Was interessiert mich denn dein Wohl,
dein Nachwuchs oder Macker.“

Da sprach der Kohl zum Möhrenkraut:
„Ich kann euch gut verstehen,
dass ihr den Fremden nicht vertraut,
ihr könnt ja gar nichts sehen.

Einst schiffte man uns übers Meer,
um die Kultur zu speichern.
Dann fuhr man uns genau hierher,
um Vielfalt zu bereichern.

Jetzt hoffen wir in diesem Land
und schlagen für euch Wurzeln.
Doch ihr steckt euer Haupt in Sand
und lasst nur Sprüche purzeln.“

Die Möhre schien ab­rupt devot
und kroch tief in die Erde.
Sie schämte sich und wurde rot,
und hofft auf die Offerte.

©  by Twity-Autor, 2014

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Der Hoffnungsschimmer

Auf des Berges Sonnendach
treffen sich vereinzelt Engel.
Sie verbreiten tausendfach
Hoffnungsschimmer ohne Mängel.

Jene rieseln sanft hernieder,
bis ein Seelchen seinen fängt.
Alle Jahre, immer wieder,
ist es Gottes Hand, die lenkt.

Hat das Herz ihn angenommen,
hält ihn nichts und niemand auf.
Alles kann nur besser kommen,
Engel schwören fest darauf.

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Twity, 02.05.15
© by Twity-Autor

Die Hoffnung ist ein Vagabund

Die Hoffnung ist ein Vagabund,
sie büxt schon öfters aus.
Viel treuer ist ein lieber Hund,
er schützt gar Herr und Haus.

Die Hoffnung ist mitunter Last,
wenn wir sie stark ersehnen.
Denn wenn sie nicht zum Schicksal passt,
wär’s falsch sie zu erwähnen.

Die Hoffnung ist kein Dauergast,
sie ist mal hier, mal dort.
Und wenn du wieder Ärger hast,
ist sie wie immer fort.

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Twity, 27.04.2015
© by Twity-Autor

Dem Kranken alles Gute

Die beste Krankheit taugt nicht viel,
passiert nicht schnell ein Wunder.
Genesung ist ein frommes Ziel,
und manchmal hilft Holunder.

Der Husten plagt, der Kopf tut weh,
ein Hoch auf die Zitronen.
Sie helfen mit und ohne Tee,
wenn Viren in uns wohnen.

Hatschi, hatschi die Nase quält,
die Augen sind sehr müde.
Das Vitamin, was gerade fehlt,
kommt frisch aus einer Tüte.

Zusammen mit der Mütze Schlaf,
Geduld und bester Pflege,
da werden selbst Erreger brav
und gehen ihrer Wege.

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Twity-Autor, 20.02.15
© by Twity-Autor

Wagnis

Nur der Starke kämpft entschlossen,
für die Zukunft, für das Glück.
Klettert mühsam hohe Sprossen,
schaut nach vorn und nicht zurück.

Manchmal kommen Niederschläge,
manchmal ist Erfolg ganz nah.
Das Leben kennt gar viele Wege,
ist der Hunger erst mal da.

Jedes Wagnis hat zwei Seiten,
eine davon braucht viel Mut.
Wage viel und dies beizeiten,
dann verläuft das Leben gut.

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Twity, 27.05.2014
Copyright by Twity-Autor

Freunde

Zwar kenne ich die Lösung nicht,
die alles heilt und wendet,
doch kenne ich die Herzenspflicht,
die Trost und Nähe spendet.

Und ist das Leid auch noch so schwer,
„komm her, lass‘ dich umarmen,“
denn viele Tränen machen leer,
sie kennen kein Erbarmen.

Am Ende wächst wie zartes Gras,
die Hoffnung auf das Leben,
dann zählt das Gute und der Spaß,
der Glaube und Vergeben.

Und schläfst du in den Armen ein,
so will ich dich bewachen,
der Morgen soll viel klüger sein,
da sterben böse „Drachen.“

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Twity, 20.05.2014
Copyright by Twity-Autor

Die Hoffnung ist ein starker Trost

Die Hoffnung ist ein starker Trost,
sie wächst durch Zuversicht.
Sie ist verwurzelt mit dem Herz,
man spürt, doch sieht sie nicht.

Sie ist des Glaubens Wunderwerk,
für manche auch ein Halm.
Im Ganzen ist sie positiv,
ob mit und ohne Psalm.

Vertraue ihr zu jeder Zeit,
denn sie gibt Halt und Kraft.
Und siehst du in ihr einen Sinn,
dann hast du es geschafft.

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Twity, 15.11.2013
Copyright by Twity-Autor

Jeder

Jeder muss sein Schicksal tragen,
manche davon sind sehr schwer.
Und an wirklich schlimmen Tagen,
resigniert man umso mehr.

Doch da hilft kein Weh und Ach,
will man Glück sein Eigen nennen.
Manche Sorgen halten wach,
um die Lösung zu erkennen.

Und die Zeit ist dabei Freund,
heilt sie doch die kleinen Wunden.
Wer im Glauben weiter träumt,
hat in sich die Kraft gefunden.

Niemand kann Gesundheit pachten,
keiner ist befreit von Last.
Jeder sollte auf sich achten,
damit das Päckchen zu ihm passt.

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Twity, 15.10.2013
Copyright by Twity-Autor

Solange Hoffnung Funken sprüht

Glaube nicht, die Welt sei schlecht,
das sind nur Graugedanken.
Die mitunter täuschend echt,
sich schicksalhaft bedanken.

Solange Hoffnung Funken sprüht,
wird alles wieder bunter.
Weil Frieden auch im Herzen glüht,
zieht nichts statthaft herunter.

Und schon sieht manches rosig aus,
ob mit und ohne Dornen.
Die Welt, sie ist ein Blütenhaus,
wer will, lässt sich anspornen.

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Twity, 26.09.2012
Copyright by Twity-Autor