Grenzenlos ist keine Zeit

Wer beschwichtigt, runterspielt,
hat bisher nicht viel verstanden.
Wer jahrelang Profit erzielt,
dem kam das Wertvollste abhanden.

Sitzt man aus und setzt auf Zeit,
ist die Erde ganz verloren.
Dann siegt so manche Dusseligkeit,
Verlogenheit, für Wähler-Ohren.

Doch Dusseligkeit bringt keine Chance,
wir haben nicht unendliche Zeit.
Drum handelt, lebt für die Balance,
für Zukunft und Gerechtigkeit.

Beschwichtigt nicht den Ernst der Lage,
sonst herrscht bald weltweit Hungersnot.
Das Klima wandelt, keine Frage,
und immer näher rückt der Tod.

Die Trockenheit ist angekommen,
es sterben Tiere, Wälder weg.
Und wird nicht gleich was unternommen,
dann hat ein Umdenken kein Zweck.

Der Worte sind genug gesprochen,
drum ist jetzt Handeln angesagt.
„Jetzt wird das Wort nicht mehr gebrochen,
und Leben nicht für Geld vertagt.“

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Twity-Autor, 22.09.2019
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EINST

Einst gab es Bäume, Wiesen,
wo jetzt nur Pflaster steht.
Ein Fluss darf nicht mehr fließen,
weil einfach nichts mehr geht.

Sein Flussbett hat kein Wasser,
nur Tüten, Glas und Müll.
Manchmal kommt es krasser,
da Notdurft es so will

Die Häuser stehen dichter,
Bäume mussten weichen.
Die Fauna wurde lichter,
man fällte nicht nur Eichen.

Die Straßen wurden breiter,
die Autos mehr und mehr.
So ging es stetig weiter,
das Atmen fällt oft schwer.

Da Bäume zahlreich fehlen,
fehlt es an Sauerstoff.
Es kränkeln nicht nur Kehlen,
auch sonst gibt es viel Zoff.

Um Umwelt, Arbeit, Kriege,
um Renten und Asyl.
Um Wohnraum, Macht und Lüge,
um staatliches Kalkül.

Die Jugend ist sich einig,
sie greift politisch ein.
Ist ihr Weg auch steinig,
Veränderung muss sein.

Einst gab es viel mehr Orte,
mit Vielfalt in der Flur.
Einst sprach man viel mehr Worte,
und stellte sich nicht stur.

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Twity-Autor, 12.06.2019
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Visionen


Keiner sollte sie begraben,
jede ist gar ein Gewinn.
Visionen sollte jeder haben,
denn sie sind gut und machen Sinn.

Und macht sie irgendwer zunichte,
wie manchen Frieden in der Welt,
dann ändert mit die Weltgeschichte,
falls euch ein Zustand nicht gefällt.

Die Zukunft schaut sonst düster aus,
ohne Sicherheit und Umweltschutz.
Wir alle sind auf ihr zuhaus',
doch unsre Erde stirbt voll Gift und Schmutz.

Kein Geld der Welt kann sie ersetzen,
da hilft kein Silber, Öl und Gold.
Den Schaden sollte man nicht unterschätzen,
das Schlimme ist, von manchen ist es so gewollt.

Drum braucht die Erde echte Visionäre,
Verbündete und auch Zusammenhalt.
Sonst starren unsre Kinder später nur ins Leere,
falls es nicht schon vorher knallt.

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Twity-Autor, 12.08.2018
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Willkür

Im Herzen jung,
noch voller Schwung,
kaum einer will sie haben.
Ab vierzig Jahre schon zu alt,
die Arbeitswelt ist rau und kalt,
manch Ziel wird untergraben.

Sie sitzen auf der Wartebank,
das macht gar manchen „Alten“ krank.
Ihr Fleiß galt bis zum letzten Tag,
mit fachlich gutem Wissen, 
sie fühlen sich beschissen,
weil es nicht an ihnen lag.

Arbeit ist ein knappes Gut,
fast jeder weiß wie gut sie tut.
Die Altersrente kommt erst spät,
bis dahin zahlt man Stütze,
dabei sind sie noch nütze,
wenn nicht ihr Selbstbewusstsein geht. 

Politisch ist dies hausgemacht,
die oben freut's, die Armut lacht.
Wen kümmern schon die „Alten,"
wenn sie nach vielen Arbeitsjahren,
kein Lohn, doch Willkür reich erfahren,
da jeder seinen Stempel macht.


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Twity, 16.10.2016
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Der Hamster und die „Birnen“

Der Hamster dreht an seinem „Rad,“
ihm kam doch was zu Ohren.
So schreitet er noch schnell zur Tat,
die Kaufwut ist geboren.

Er kauft die ganzen „Birnen“ ein,
sie sollen ihn „erhellen.“
Es glühen Fäden hell und rein,
den Rest will er bestellen.

So kauft er alle Lager auf,
Gesetze sind ihm schnuppe.
Und die EU nimmt es in Kauf,
sie mag nur “ Einheitssuppe.“

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Twity, 06.09.2009
(Erläuterung: EU-Norm Glühbirnen)
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