Die Ankunft

 

Ein Glöckchen hier, ein Glöckchen da,
welch irdisches Entzücken.
Die Farben leuchten weiß, blau, gelb,
der Lenz muss sich nicht bücken.

Denn jede Zwiebel weiß genau
wie ihre Blüten werden.
Und jede treibt gar Jahr um Jahr,
die schönsten hier auf Erden.

Und weil dies Grund zur Freude ist,
mag jeder gern verweilen.
Gar manches Herz ist hocherfreut
beim Sonnenstunden-Teilen.

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Twity, 05.03.2017
@ by Twity-Autor

Die farbigen Kräfte

Mitten in einer Grotte, unweit dem Seepferdchenparadies, tauchte hin und wieder eine kleine Wasserelfe auf. Ihr kostbarstes Gut war das Wasser, die Perlenriffe und die atemberaubende Unterwasserlandschaft mit all ihren Bewohnern. Doch damit gab sie sich nicht zufrieden, denn sie glaubte, das es viel bessere Schätze an Land gäbe, als nur das klare und blaue Wasser. So entstieg sie mit Hilfe ihrer Zauberkraft dem Meer, um für kurze Zeit an Land zu bleiben.

Sie suchte sich die höchste und prächtigste Grotte aus, um etwas Schutz vor der Sonne zu haben. Schließlich musste sie sich doch erst an sie gewöhnen. An den Wänden der Grotte tropfte kristallklares Wasser herunter. Sie war mit den schönsten Muscheln verziert und hatte mehrere Gänge. In ihnen fand die kleine Wasserelfe den unerlaubten Unterschlupf. Hatte sie sich doch einfach aus dem Wasserreich geschlichen, nur um alle Reichtümer anderer Welten zu bestaunen.

Kaum war sie dem Meer entstiegen, schwamm sie an einen wundervollen Sandstrand um sich die Schätze genauer anzusehen. Dort traf sie auch auf das Feuer und die Luft.
Sie spielten gerade wieder einmal mit ihren Kräften und jeder von ihnen wollte gewinnen. Dies kannten die Bewohner der Insel bereits und deshalb flüchteten sie schnell zum Schutz in ihre Hütten.

Als die beiden „Unruhestifter“ die kleine Wasserelfe sahen, waren sie doch sehr erstaunt. Sie unterbrachen ihr buntes Treiben und sprachen zu ihr: „Was suchst du an Land, du kleine Wasserelfe? Dies kann sehr gefährlich für dich werden.“ Die kleine Elfe antwortete sogleich: “Ich habe von euch bereits schon gehört und ich möchte gerne alle eure Schätze und die der Erde kennenlernen.“

Da schauten sie die beiden nur fragend an und da sie zwar unberechenbar waren, aber nie unhöflich, nahmen sie die Wasserelfe auf eine kleine Reise mit. Der Wind pustete sofort los und trug die Wasserelfe über das Land. So viel Schönheit hatte sie noch nie erblickt. Die Mutter Erde zeigte ihr die wunderschönsten Schätze dieser Insel. Kurz darauf entfachte das Feuer und zerstörte einige dieser Schätze. Darüber war die Elfe sehr verärgert und rief sogleich ihren Vater, den Gott des Meeres. Als er merkte, das die Wasserelfe das Wasserreich verlassen hatte, war er sehr erzürnt und schickte eine große Welle an Land. Sie zerstörte einen Teil der fruchtbaren Insel.

Der Vater befahl der Elfe sofort zum Meer zurückzukehren, ansonsten würde er die ganze Insel zerstören. Das konnte die Elfe natürlich nicht zulassen. Sie entschuldigte sich noch bei der Mutter Erde und den Menschen für ihre Neugier und deren Folgen. Schnell schwamm sie zurück zur Grotte und tauchte in die blauen Tiefen des Meeres ein. Von da an, hatten die Menschen immer volle Netze…

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Copyright by Twity-Autor, 2011-01-12

Die Hoffnung ist ein starker Trost

Die Hoffnung ist ein starker Trost,
sie wächst durch Zuversicht.
Sie ist verwurzelt mit dem Herz,
man spürt, doch sieht sie nicht.

Sie ist des Glaubens Wunderwerk,
für manche auch ein Halm.
Im Ganzen ist sie positiv,
ob mit und ohne Psalm.

Vertraue ihr zu jeder Zeit,
denn sie gibt Halt und Kraft.
Und siehst du in ihr einen Sinn,
dann hast du es geschafft.

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Twity, 15.11.2013
Copyright by Twity-Autor

Jeden Tag

 

Jeden Tag ein Kitzellachen,
jeden Tag ein Kuss, ein Wort,
und die Zeit für schöne Sachen,
treiben grauen Alltag fort.

Jeden Tag ein wenig Güte,
jeden Tag die helfend’ Hand,
und das liebend Herz behüte,
nutze täglich den Verstand.

Jeden Tag das Urvertrauen,
jeden Tag ein gutes Werk,
und stets auf die Liebe bauen,
auf das Pech kein Augenmerk.

Jeden Tag bewusstes Leben,
jeden Tag vom Glück ein Stück,
und der Dank wird sich erheben,
vielfach gibt er dir zurück.

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Twity, 27.12.2010
Copyright by Twity-Autor

Manchmal

Manchmal kommt mit großem Leid,
von irgendwo ein Zeichen.
Noch sperrst du dich,
doch mit der Zeit,
wird keine Träne reichen.

Der Zufall schaut nicht in das Herz,
und dennoch kann er mildern.
Ein neuer „Freund,“
schwächt Seelenschmerz,
kann deinen Kummer filtern.

Nicht als Ersatz, das wär‘ fatal,
als Chance für das Leben.
Noch leidest du,
die neue Wahl,
kann dir auch Freude geben.

 

© by Twity-Autor, 2011

Schneemannlied


Wo ist die Möhre hin?

Wo ist die Möhre hin?
Wer hat sie nur geklaut?

Da ich jetzt traurig bin,
da ich jetzt traurig bin,
bin ich nicht sehr erbaut.

Wo ist die Möhre hin?
Wo ist die Möhre hin?
Wer hat sich dies getraut?

Weil ich jetzt ohne bin,
weil ich jetzt ohne bin,
bin ich jetzt arg versaut.

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Twity, 14.01.2017
© by Twity-Autor

Geschichte

Sie kommt und geht, so ist der Lauf,
nicht jeder schreibt Geschichte.
Die Erde hat sie gleich zuhauf,
mancher gibt gar vorschnell auf,
macht seine so zunichte.


Doch mancher Kluge füllt den Kopf,
mit Träumen und mit Wissen.
Ergreift Gelegenheit beim Schopf,
und köchelt erst mit kleinem Topf,
er steigert sich beflissen.


Das macht ihn groß, weil er sich traut,
Erfolg kennt viele Namen.
Geschichte schreibt - wer sie erbaut,
wer Vorbild ist, nach vorne schaut,
er fällt gern aus dem Rahmen.



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Twity, 19.09.2016
© by Twity-Autor


 



 



Der Pflaumenbaum


Die Taube sitzt in meinem Traum,
ein Traum von einem Bäumchen.
Ich sehe, doch ich glaub' es kaum,
sie scheißt auf edle Pfläumchen.

Sie flattert mehrfach hin und her,
und pickt sich durch die Schalen.
Die Pflaumen selber sind zu schwer,
sind überreif und strahlen.

Auf einmal zieht sie einen Wurm
und bringt ihn heil zum Neste.
Sie fliegt zum nahen Glockenturm,
der Wind entsorgt die Reste.

Zu Boden fällt der blaue Schmaus,
ein Admiral ist schnell zur Stelle.
Der Edelfalter saugt sie aus,
und wartet noch, für alle Fälle.


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Twity, 25.08.2016
© by Twity-Autor