Der Laubfrosch und der Mond

 

Ein Laubfrosch war nicht schwindelfrei,
er wollte hoch hinaus.
Und hüpfte gar auf allerlei,
sogar bis auf ein Haus.

Dort saß er fest und quakte laut,
zu groß war seine Not.
Der Mond hat dabei zugeschaut,
er wurde nicht mal rot.

Es kam eine Gewitterfront,
sie brachte starke Schauer.
Das Fliegen hat er nicht gekonnt,
er fiel auf eine Mauer.

Und rutschte mit dem Regenguss,
auwei, auwei, auwei
und landete im nahen Fluss,
dem Mond war’s einerlei.
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Twity, 25.05.2018
© by Twity-Autor

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Zum Kindertag

 


Zum Kindertag viel Spaß und Freude,
ein großes Eis und viele Küsse.
Ein Hoch auf die sonst kleinen Leute,
auf Gummibärchen, Schokonüsse.

Auf euch ihr Kinder, groß und klein,
lasst euch den schönen Tag versüßen.
Der frühe Morgen lädt euch ein,
den ersten Juni zu genießen.

Vielleicht beim großen Straßenfest,
beim Picknick unter Schattenbäumen.
Im Freibad und beim Wissenstest,
beim Verkleiden, Malen, Träumen.

In Schule und im Kindergarten
wird außerdem an euch gedacht.
Dort wird manch Überraschung starten,
die allen Kindern Freude macht.

Genießt den Tag, lasst euch verwöhnen,
ihr lieben Kinder weit und breit.
Bei Hüpfeburg und allem Schönen,
da ihr das Allerbeste seid.

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Twity, 26.05.2018
© by Twity-Autor 

Die Sommerlinde

Unter vielen Linden,
Ende Monat Mai,
träumt man gern vom Sommer,
sehnt sich ihn herbei.

An den vielen Zweigen,
herzt es Blatt für Blatt,
von den gelben Blüten
werden Hummeln satt.

Unter ihrer Krone
lässt es sich gut denken,
nah des Baumes Rinde,
einen Kuss verschenken.

Mancher sucht nur Schatten,
unterm Liebesbaum,
lauscht gern Bienen, Vögeln,
im Lindenblüten-Raum.

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Twity, 24.05.2018
© by Twity-Autor

Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon )

 

Eine Raupe hübsch und klein
frisst sich durch ein zartes Blatt,
schläft auch manchmal darauf ein,
ist sie müde, ist sie satt.

Vorher war sie noch im Ei,
doch dann wurde es zu eng,
Papilio ward endlich frei,
denn es machte plötzlich peng.

Wiesenkümmel, wilde Möhren,
Pastinak und Bibernelle,
darauf würde sie jetzt schwören,
diese frisst sie auf der Stelle.

Denn Verpuppung kostet Kraft,
bald muss sie durch den Kokon,
wenn sie ihn dann endlich schafft,
fliegt ein Schmetterling davon.

Gelb und schwarz, mit Muster-Flügel,
etwas Blau im Schwalbenschwanz,
segelnd nimmt er jeden Hügel,
bei Nektarsuche, Paarungstanz.

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Twity, 12.05. 2018
© by Twity-Autor 

Natur fängt vor der Haustür an

Natur fängt vor der Haustür an,
bei jedem kleinen Hundehaufen,
bei Straßenmüll und all den Kippen,
samt Einweg-Flaschen, die wir kaufen.

Ab Frühling nimmt er stetig zu,
mancher denkt bereits ans Grillen,
die Wiesen werden zugemüllt,
bei Sonne mag gern jeder chillen.

Verpackung und auch leere Dosen,
Fahrradketten fest am Baum,
die Umwelt leidet immer mehr,
in manchem Fluss treibt nicht nur Schaum.

Ein Ausflug ist oft wunderschön,
die Natur hat viel zu bieten,
wenn man sie stets sauber hält,
wird vielerorts der Tod vermieden.

Natur fängt vor der Haustür an,
bei Vögeln, Bienen, Schmetterlingen,
bei all den Tieren, die erkranken,
weil manche Menschen Qualen bringen.

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Twity-Autor, 30.04.2018
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Maiglöckchen nah am Wegesrand

Maiglöckchen nah am Wegesrand,
bist immer gern gesehen.
Doch nimmt dich jemand in die Hand,
dann ist es schon geschehen.

Das Unschuldsweiß zeigt nicht dein Gift,
es steckt in Stil und Blüten.
Auch wenn man dich getrocknet hat,
sind es keine Mythen.

Mein Herz erwägt das Hin und Her,
es kann von dir nicht lassen.
Dein Duft betört gar den Verstand,
die Hand muss dich umfassen.

Maiglöckchen im gezackten Kleid,
dein Weiß steht auch für Freude.
So brech‘ ich dich im Monat Mai,
verschenke dich noch heute.

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Twity-Autor, 24.04.2018
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Paula und die tote Zeit

Kinder machen lange Ohren,
hören manchmal heimlich hin,
so wird mancher Quatsch geboren,
ohne Halt und ohne Sinn.

Oma Ilse geht in Rente,
schlägt die Tageszeit dann tot,
sie hat aber noch Talente,
die benutzt sie in der Not.

Hört die Paula Oma sagen,
und der Vater nickt dazu,
dies schlägt Paula auf den Magen,
lässt ihr einfach keine Ruh‘.

Sie beschattet alle beide,
folgt ihnen gar auf Schritt und Tritt,
doch in ihrem roten Kleide
bekommen sie die Paula mit.

Hinter dem Geräteschuppen,
der Vater griff nach einem Beil,
die Oma häkelte für Puppen
ein neues gelbes Oberteil.

Da schrie die Paula plötzlich auf:
„ Oh Vater, schlag die Zeit nicht tot!“
„Ach, liebes Kind wie kommst du drauf?
Ich spalte Holz fürs Abendbrot.“

Twity-Autor, 24.04.2018
@ by Twity-Autor

 

 

 

 

DER TAG DER ERDE

 Alle sollten an sie denken,
 denn sie ist für jeden da.
 Ehrfurcht sollte man ihr schenken,
 sie macht erst das Leben wahr.
 
 All die Tiere, Wälder, Pflanzen,
 gäbe es nicht ohne ihr.
 Sie ernährt und schafft Romanzen,
 ihre Schönheit zeigt sie dir.
 
 Wie die Berge und die Strände,
 einzigartig ist die Welt.
 Ohne Gifte, ohne Brände,
 wenn man sie gesund erhält.
 
 Sie lässt atmen, Seelen fliegen,
 ist anmutig und perfekt.
 Wenn wir keine Kurve kriegen,
 stirbt sie bald, total verdreckt.
 
 Jeder Tag ist Tag der Erde,
 jedem ist es nicht bewusst.
 Damit es endlich besser werde,
 nehmt Umweltsünder stets zur Brust.

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 Twity-Autor, 22.04.2018
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Lügenmärchen


Es war
an einem Mittag,
der Mond schien dunkel-hell,
da kam ein Frosch geritten,
auf einem Mäusefell.

Er jagte Kichererbsen,
sie flogen wild umher,
weit hörte man sie lachen,
bis übers Honigmeer.

Und manche Erbsen fielen
direkt ins Meer hinein,
sie schufen große Wellen
und gruben sich dort ein.

Es wuchsen Erbsenranken,
bis in das Wolkenreich,
und kleine Sterne naschten
vom Honigmeer sogleich.

Sie blieben darin kleben
und kamen nicht heraus,
da half ein lila Goldfisch
in diesem Fall gern aus.

Er warf sie in die Lüfte,
der Mond hielt keinen fest,
trank lieber Tee mit Engeln,
im Zuckerwattenest.

Der Abend ist gekommen,
die Sonne dunkelt ab,
für diese kleinen Sterne
wird jetzt die Zeit recht knapp.

Dies sieht der Regenbogen,
er reitet gar geschwind,
und formt die Honigsterne
zu einem Menschenkind.

Das innen immer leuchtet
und außen fröhlich ist,
dann futtert er die Ranken,
die keiner je vermisst.

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Twity, 06.04. 2018
© by Twity-Autor

Frühlingskinder


Hört nur wie das Bächlein rinnt,
wie es rauscht und fließt,
schaut nur wie die Spinne spinnt,
wie der Krokus sprießt.

Sehnt nur wie die Meise fliegt,
wie sie hüpft und singt,
wie der Frühling Tulpen wiegt,
wie manch Knospe springt.

Spürt nur diesen Frühlingswind,
wie er riecht und wärmt,
wie er still vom Blumenkind
und der Erde schwärmt.

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Twity, 05.03..2018
© by Twity-Autor