Der Erpel und die Schwäne

In einem blauen Badesee,
schwimmen Enten, Schwäne.
Jedes Jahr wächst um ihn Klee,
im Sommer fahren Kähne.

Familie Schwan nutzt ihre Bahn,
ein Erpel kommt dazwischen.
Dies grenzte fast an Größenwahn,
die Schwäne hört man zischen.

Die Jungen sind erst Tage alt,
das Nähern ist gefährlich.
Dies ließ auch nicht den Erpel kalt,
es lohnt sich nicht, ganz ehrlich.

Von Schwänen hat er wohl genug,
sie schnappten nach dem Kleide.
So kam es schnell zum Entenflug,
er suchte rasch das Weite.

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Twity, 07.08.2017
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Die Spaghettimonster


Auf einem Tisch, in einem Saal,
da stand ein großer Topf.
Die Wände waren rot und kahl,
verfärbt war mancher Schopf.

Dort traf man sich aus Leidenschaft,
die Pasta wird verehrt.
Die rote Soße gab viel Kraft,
gemeinsam wird verzehrt.

Bewaffnet war ein jeder Gast,
durch Gabeln in der Hand.
Sie alle hatten Lust und Knast,
dem Topfe zugewandt.

Und dann ertönt der Paukenschlag,
dies war der Monster Zeit.
So manche Nudel flog am Tag,
sie klebte lang und breit.

An Wand und Decke, Tisch und Haar,
wie Monster eben sind.
Und jeder warf und jeder sah,
in jedem steckt ein Kind.

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Twity, 24.07.2017
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Enkelkinder


Jedes Herz blüht vollends auf,
durch die Enkelkinder.
Es ist, als wäre man noch jung,
sie bringen Freude und viel Schwung,
nicht selten wird man zum Erfinder.

Um sie in den Schlaf zu betten,
um Geschichten zu erzählen.
Man besinnt sich gerne wieder,
singt mitunter alte Lieder,
die uns selbst seit Jahren fehlen.

Schön ist es sie anzusehen,
wenn sie schlafen, glücklich sind.
Liebe lässt es schnell geschehen,
niemals wird sie je vergehen,
man ist vernarrt in jedes Kind.

In ihre großen Kulleraugen,
die süßen Bäckchen rosa-zart.
Die kleinen Finger und die Zehen,
wenn sie die ersten Schritte gehen,
auf ihre Weise, ihre Art.

Es ist sehr schön sie zu begleiten,
fast ist es, wie es damals war.
Es ist das größte Glück auf Erden,
wenn auch die Kinder Eltern werden,
dann ist Vergangenheit ganz nah.

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Twity, 24.07.2017
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Die schneckenfesten Sommerblumen

 

Wie herrlich ist die Sommerpracht,

wenn dazu noch die Sonne lacht.

Doch manchmal kehren groß und klein

vereinzelt Wanderschnecken ein.

 

Um manchen Garten, manches Feld,

ist es deshalb schlecht bestellt.

Die nackten und die Weinbergschnecken

durchforsten zu gern alle Ecken.

 

Sie werden schnell zur Gartenplage

und gefährden seine Lage.

Doch mancher greift vorsorglich ein,

dann muss es Schneckenfestes sein.

 

Ein Lieschen was gar fleißig ist,

Begonien die kein Schneckchen frisst.

Cosmea, Bidens, Eisenkraut,

auf diese wird sehr gern vertraut.

 

Mit schmucken Körbchen, Sternendolden

liegt man richtig, liegt man golden.

Auch Mangold mögen Schnecken nicht,

der Endivien-Salat für sich spricht.

 

Tomaten bleiben auch verschont,

obwohl ringsum manch Schädling wohnt.

Tagilie, weißer Mauerpfeffer

sind ebenfalls ein guter Treffer.

 

Und auch der gelben Sonnenbraut

hat so mancher schon vertraut.

Schellen, Lilien, Sonnenhut

eignen sich zum Schutze gut.

 

Ansonsten muss man Schnecken sammeln,

damit die Pflanzen nicht vergammeln.

Mancher probiert Kalk und Bier,

streut Kaffeesatz in ihr Revier.

 

Doch mancher hegt den Gartensport

und wirft die Schnecken einfach fort.

Erfreut sich an dem Blumenbeet,

solange dieses blüht und steht.
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Twity, 24.07.2017

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Der sommerwarme Regen

 

Der sommerwarme Regen,

löscht Durst und ist ein Segen,

für Tiere und für Pflanzen,

wie Rosen und auch Wanzen,

wie Bäume und die Falter,

egal in welchem Alter,

sie haben nichts dagegen.

 

Zieht die Front dann weiter,

so wird es hell und heiter,

die Sonne zeigt sich wieder,

die Vögel singen Lieder,

von Gräsern fallen Tropfen,

die perlen und nicht klopfen,

und manches Beet wird breiter.

 

Twity, 27.07.2017

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Das Echo

Das Echo ruft mit weitem Schalle
was zuvor Spaßvogel rief,
gar dreifach und dann schloss die Falle,
es rollten Steine, ein Baum stand schief.

Die laute Stimme war sehr mächtig,
sie hörte man im ganzen Tal,
so mancher Wanderer war trächtig,
es gab gar viele an der Zahl.

Und sie probierten voller Freude,
so manchen dummen Wortschatz aus.
Vereinzelt rannten dann die Leute,
Geröll begrub fast Hund und Maus.

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Twity, 27.07.2017
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Das gnadenlose Schicksal


Wohin das Schicksal uns auch führt,
es liegt nicht in den Sternen.
Wie auch immer es berührt,
kein Mensch kann es entfernen.
 
Öfters wechseln Hoch und Tief,
sein Päckchen muss man tragen.
Manches läuft mitunter schief,
dann häufen sich die Fragen.

Warum, weshalb, wieso denn nur?
Gern sucht man nach den Gründen.
Verfolgt mitunter Zeit und Spur,
die dann ins Jenseits münden.

Dort stehen beide gänzlich still,
als wäre nichts passiert.
Doch weil das Leben es so will,
wird abermals floriert.

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Twity, 24.07.2017
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Sommerlaunen

 


Der Mond hat keine Eile,
die Sterne sind hellwach.
Die Nächte sind viel wärmer,
trotz dichtem Ziegeldach.

Der Wind ist unbeständig,
er wechselt immerzu.
Die Hitze in den Räumen
verflüchtigt nicht im Nu.

Dann prasselt warmer Regen,
er klopft ans Fensterbrett.
Er löscht den Durst der Erde,
gar mancher wälzt im Bett.

Und geht die Nacht dann träumen,
gibt auch der Regen auf.
Die Sonne scheint gar wieder,
das Celsius klettert rauf.

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Twity, 06.07.2017
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Das Dichten

Das Dichten ist gar eine Kunst,
liebt man der Sprache Wort,
doch hat man davon wenig Dunst,
ist manches Werk gar Mord.

Doch nutzt man seine Tastatur
und reimt schön an den Enden,
(von mir aus über Wald und Flur,)
dann lässt sich manches wenden.

Ergibt das Ganze dann noch Sinn
und ist mit Herz geschrieben,
dann rafft es manchen Leser hin
und es wird hiergeblieben.

Dann ist man jenem Dichter treu
und freut sich auf die Zeilen,
vorausgesetzt er schreibt sie neu
und borgt sie nicht bisweilen.

Denn mancher gibt sie nie zurück
und schmückt sich dann für immer,
er stiehlt Gedanken Stück für Stück,
und alles wird noch schlimmer.

Ein guter Dichter hat Ideen
verzichtet auf manch Feder,
er schreibt besonders klug und scheen
und zieht auch arg vom Leder.

Er kennt sich mit den Worten aus
und setzt sie stilvoll ein,
und kommt manchmal nur Unsinn raus,
dann sollte es so sein.

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Twity, 15.06.2017
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