Samhain (Halloween)


Bald gruselt es gewaltig,
die Hexen schwirren aus.
Und kleine Kindermonster
klingeln Haus für Haus.

Gib Süßes oder Saures,“
rufen sie im Chor.
So mancher Geister-Kürbis
ziert dabei Haus und Tor.

Vampire machen Streiche,
erlauben sich gern Spaß.
Wenn sie nichts erbeuten,
kennen sie kein Maß.

Teufel und Gespenster
ziehen durch die Nacht.
Erschrecken ihre Nachbarn,
weil's ihnen Freude macht.

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Twity-Autor, 23.10.2018
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Warzenschweine

 


Warzenschweine, große, kleine
aus den Steppen und Savannen,
kennen südlich der Sahara
keine grünen Edeltannen.

Würden man dort Tannen kennen,
sähen manches anders aus.
Denn beim Warzenschweine-Rennen
fielen wohl die Bäume raus.

Deshalb lieber die Savannen,
dort ist alles flach und weit.
Lichte Wälder, ohne Tannen
kennen ihren Kampf und Streit. 

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Twity-Autor, 09.10.2018
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Die Hasenkinder

Ein Hasenkind mit Löffelohren
wurde kürzlich erst geboren.
In einer hohen Gräser-Sasse,
schmeckt Muttermilch nochmal so klasse.

Schon bald verließ er das Versteck
und rannte Mutter Häsin weg.
Sie lebte aber nie alleine,
denn sie bekam gar ständig kleine

süße braune Hoppelhasen,
die gerne über Felder rasen.
Die zeitig eine Mulden haben
und nach Körnern, Wurzeln graben.

Da bleibt wirklich nur zu hoffen,
kein Häschen wird von Blei getroffen.
Und landet dann im Butterschmalz
zwischen Knoblauch, Pfeffer, Salz.

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Twity-Autor, 09.10.2018
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Der Herbst hat es gar eilig

 


Der Herbst hat es gar eilig,
er färbt die Blätter ein.
So wird es nie langweilig,
die meisten sind noch klein.

Bereits vor zwei, drei Tagen
war mancher Baum noch grün.
Und manche Bäume tragen
ihr klägliches Erblüh'n.

Der Sommer ward gegangen,
er blieb ein halbes Jahr.
Sein heißes Unterfangen
ist ab und zu noch da.

Dann wird der Herbst zum Sommer,
so um die zwanzig Grad.
Doch langsam wird er frommer
und schreitet doch zur Tat.

Das Laub fällt von den Ästen,
ist gelb, orange und rot.
Und zwischen Vogelkästen
versinkt das Abendrot.

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Twity-Autor, 07.10.2018
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Die Welt (2)

Was die Welt nicht wissen will,
ignoriert sie prompt.
Doch die Zeit hält niemals still
und so kommt – was kommt.

Was die Welt nicht sehen mag,
interessiert sie nicht.
So verstreichen Jahr und Tag,
weil man nur verspricht.

Was die Welt nicht hört und lebt,
wird zum Untergang.
Schuld – die an den Händen klebt,
bleibt ein Leben lang.

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Twity-Autor, 01.10.2018
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Das Greisenalter


Wenn die Mundwinkel erst hängen,
nicht nur Haut und Bauch,
dann ist man in den Fängen 
des Alters 
und die Wehwechen kommen auch.

Dann wird man zum Greis,
ob man will oder nicht,
das Alter zeigt Fleiß,
von innen und außen,
auch wenn jemand anders spricht.

Oh Jugend, bist nimmer,
bist endgültig fort,
doch seh' ich dich immer,
beim jüngeren Spross,
und erfreue mich dort.
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Twity-Autor, 01.10.2018
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