Das Dichten

Das Dichten ist gar eine Kunst,
liebt man der Sprache Wort,
doch hat man davon wenig Dunst,
ist manches Werk gar Mord.

Doch nutzt man seine Tastatur
und reimt schön an den Enden,
(von mir aus über Wald und Flur,)
dann lässt sich manches wenden.

Ergibt das Ganze dann noch Sinn
und ist mit Herz geschrieben,
dann rafft es manchen Leser hin
und es wird hiergeblieben.

Dann ist man jenem Dichter treu
und freut sich auf die Zeilen,
vorausgesetzt er schreibt sie neu
und borgt sie nicht bisweilen.

Denn mancher gibt sie nie zurück
und schmückt sich dann für immer,
er stiehlt Gedanken Stück für Stück,
und alles wird noch schlimmer.

Ein guter Dichter hat Ideen
verzichtet auf manch Feder,
er schreibt besonders klug und scheen
und zieht auch arg vom Leder.

Er kennt sich mit den Worten aus
und setzt sie stilvoll ein,
und kommt manchmal nur Unsinn raus,
dann sollte es so sein.

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Twity, 15.06.2017
© by Twity-Autor

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