Der Kaiserpinguin

 

 

Er ist ein äußerst eleganter Vogel, 
und lebt schon immer nur am Meer.
Dennoch wird er niemals fliegen,
vom kalten Rossmeer stammt er her.
 

Er ist ein wahrhaft echter Kaiser,
gar täglich pflegt er seinen Frack.
Er lebt im Schutz von Kolonien,
und ist ansonsten echt auf Zack.

 
Als Flossentaucher kann er schwimmen,
dem Weibchen ist er immer treu.
Geschickt nutzt er am Bauch die Falte,
der Brutplatz ist nicht immer neu.

 
 Manchmal muss er Kräfte sparen,
dann rutscht er einfach auf dem Bauch. 
Die beiden langen schwarzen Flossen,
benutzt er dazu häufig auch.

 
Er ist ein wirklich guter Jäger,
am liebsten frisst er frischen Fisch.
Den bringt mitunter auch sein Weibchen,
auch sie deckt kaiserlich den Tisch. 

 
Beim Brüten ihrer großen Eier,
da wechseln Paare sich gern ab.
Sie trotzen den polaren Winden,
doch manchmal werden Kräfte knapp.

 
Sie rücken einfach dicht zusammen,
da weiße Ei liegt auf den Füßen.
Nach vierundsechzig Hungertagen,
kann man den Nachwuchs erst begrüßen.


 
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Twity, 27.09.2016
© by Twity-Autor 


 



 

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Noch weben Spinnen ihre Netze

Noch weben Spinnen ihre Netze,
die alten Weiber sind noch da.
Ich glaube, denke und ich schätze,
die letzten Sonnentage werden rar.

Sie krabbeln deshalb in den Boden,
auch Laubstreu dient dem Unterstand.
Geerntet wurden Obst und letzte Schoten,
den Sonnenstand hat mancher schon verkannt.

Nicht alle Spinnen schlafen und erstarren,
wenn Bodenfrost das kalte Eis verwebt.
Gar manche warten lange und verharren,
und manchmal wird der Eingang mit Gespinst verklebt.

Baldachinspinnen sind durchaus robuster,
sie paaren sich in kalter Jahreszeit.
Der Tausendfüßler braucht zum Glück kein Schuster,
nach einem langem Sommer folgt die Bitterkeit.

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Twity, 25.09.2016
© by Twity-Autor

Wenn das Licht durch Zweige bricht

 

Wenn Sonnenlicht durch Zweige bricht,
erstrahlen prachtvoll Funkelblätter.
Das Gold und Rot ist ein Gedicht,
so traumhaft zeigt sich noch das Wetter.

Obwohl der Herbst schon Einzug hält,
verwöhnt die Sonne manche Tage.
Gar sommerlich erscheint die Welt,
bald ändert sich die gute Lage.

Doch bis dahin bricht Licht durch Zweige,
und täglich färbt sich alles mehr.
Noch hängt manch Apfel und manch Feige,
doch bald schon sind die Äste leer.

Der Herbst nutzt seine Farbpalette,
und mancher ist gar hocherfreut.
Auch wenn man lieber Sommer hätte,
so lieben wir ihn doch erneut.

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Twity, 23.09.2016
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Igelkind mit spitzer Nase

 

Igelkind mit spitzer Nase,
rennst durch’s nasse grüne Grase,
suchst nach Asseln, Würmer, Larven,
ab und zu legst du dich schlafen.

Musst dich dabei gut verstecken,
wie im Schneckenhaus die Schnecken,
wanderst nachts gar ohne Schuh,
machst am Tag die Äuglein zu.

Bist du dann am Abend munter,
läufst du Gärten hoch und runter,
naschst von Äpfeln, Birnen, Trauben,
wenn Gelüste es erlauben.

Manchmal fällt ein Vogelei,
und dann eilst du schnell herbei,
dem Revier bleibst du gern treu,
denn das Laub fällt immer neu.

Igelkind mit spitzer Nase,
streifst umher wie Fuchs und Hase,
flüchtest flink im Reisighaufen,
nach dem Tröpfchen-Blätter-Saufen.

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Twity, 21.09.2016
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Ding-Dong

Ding-Dong, Ding-Dong – schellt es am Tor.
Wer hat sich da verlaufen?“
Der schrille Laut dringt tief ins Ohr.
Der Hausherr ist doch saufen.“

Er kann es doch gewiss nicht sein.
Vielleicht ist es die Schwester?
Die lasse ich erst recht nicht ein.
Sie plündert ständig Nester.“

Ding-Dong, Ding-Dong – „Wer ist denn da?“
Ich muss erst durch den Garten.“
Das Schellen ist noch immer nah.
Jetzt muss er eben warten.“

Ich mache schon so schnell ich kann.“
Denkt sich das rosa Schwein.
Dann kommt es vorne schließlich an,
und biegt beim Fresstrog ein.

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Twity, 19.09.2016
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Geschichte

Sie kommt und geht, so ist der Lauf,
nicht jeder schreibt Geschichte.
Die Erde hat sie gleich zuhauf,
mancher gibt gar vorschnell auf,
macht seine so zunichte.


Doch mancher Kluge füllt den Kopf,
mit Träumen und mit Wissen.
Ergreift Gelegenheit beim Schopf,
und köchelt erst mit kleinem Topf,
er steigert sich beflissen.


Das macht ihn groß, weil er sich traut,
Erfolg kennt viele Namen.
Geschichte schreibt - wer sie erbaut,
wer Vorbild ist, nach vorne schaut,
er fällt gern aus dem Rahmen.



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Twity, 19.09.2016
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Wenn der Herbst die Blätter spült

Wenn Dauerregen Blätter spült,
die bunten stetig fallen,
die Luft mitunter stark abkühlt,
Kastanienigel knallen,
dann hat der Herbst sich eingestellt,
mit leuchtend bunten Farben,
verzaubert er die ganze Welt,
samt früchtereicher Gaben.

Wenn der Herbst die Blätter spült,
versammeln sich die Scharen,
weil jeder Wandervogel fühlt,
die warmen Tage waren,
und alle brechen langsam auf,
auf Bergen und an Küsten,
die Höhlen nehmen schnell Zulauf,
man muss sich schließlich rüsten.

Twity, 18.09.2016
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Der Sperling und die Rauchschwalbe

An einem lauen Sommertag,
so gegen kurz nach drei,
da flog der Sperling, wie er's mag,
an einem Ast vorbei.

Dort saß die Schwalbe völlig still,
als sie der Sperling rief.
Da jene weiter fressen will,
tat sie als ob sie schief.

Die Rechnung ging nicht völlig auf,
der Sperling flog zurück.
Er flog zu jenem Ast hinauf,
die Schwalbe stets im Blick.

Der Schwalbe wurde es zu bunt,
der Sperling nervte sehr.
Der Futterneid war hier der Grund,
es rauchte mehr und mehr.

Im Blätterhaus gar wohlgemerkt,
der Schornstein blieb noch kalt.
Es war an einem Sommertag,
und ringsherum war Wald.



Twity-Autor, 11.09.2016
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Der Mond

Der Mond hat keine Beine
und wandert nachts umher.
Dies macht er nicht alleine,
die Erde dreht sich mehr.

Er zeigt gern seine Phasen,
in seiner Schattenwelt.
Und auch die Sterne rasen,
wie ihnen es gefällt.

Er ändert gar Gezeiten,
mal zieht er Wasser an.
Bei Ebbe sieht man Weiten,
die man kaum sehen kann.

Er strahlt aus Richtung Osten,
von Westen kam er her.
Kein Sichel sah man rosten,
trotz Regen übern Meer.

Der Mond fällt nicht herunter,
vom großen Himmelzelt.
Die Fliehkraft schafft mitunter,
dass Schwerkraft ihn erhält.

Er fasziniert uns alle,
er zieht uns magisch an.
Man liebt ihn dünn und pralle,
weil er verzaubern kann.


Twity, 09.09.2016

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