Winterling und grüne Spitzen

Der Februar hat bereits begonnen,

er ist bisher zwei Tage alt.

Die ersten Winterblüher sonnen,

dem Winterling wird es nicht kalt.

Er zeigt sich zart mit gelben Blüten,

auch Krokus zeigt sein sattes Grün.

Die milden Winterstürme wüten,

die Pflanzenwelt will schon erblüh’n.

Die Sonne wechselt mit den Wolken,

ein Sonntag wird vorerst nur nass.

Und manche Regenwürmer folgen,

der Winterregen kommt gar krass.

Und dennoch leuchten gelbe Köpfe

und grüne Spitzen aus dem Nest.

Bald naht die Zeit für mehr Geschöpfe,

für Glocken, Veilchen und den Rest.

Doch bis dahin regiert der Winter,

ihm ging verfrüht die Puste aus.

Sechs Wochen noch und Frühlingskinder

vertreiben ihn vom Erdenhaus.

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Twity-Autor, 02.02.2020

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Damit die Erde nicht versagt

Drei Wochen sind bereitsvergangen,
das neue Jahr ist noch sehr jung. 
Mancher will ein Wunsch erlangen,
manche Seele braucht noch Schwung.

Das Leben geht gar immer weiter,
die alte Hoffnung kommt neu mit.
Ein kleines Glück stimmt froh und heiter,
das neue Jahr ist frisch und fit.

Gedanken hüllen sich in Träume,
man wünscht sich eine gute Zeit.
Für sich, die Welt und ihre Bäume,
man baut dabei auf Menschlichkeit.

Die Wünsche eilen schon voraus,
der Mensch ist wie noch nie gefragt.
Durch gute Tat, im kleinsten Haus,
damit die Erde nicht versagt.

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Twity-Autor, 16.01.2019
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Weihnachtszeit

Warm ums Herz, wird’s dieser Tage,
kein Wunder, es ist Weihnachtszeit.
Schneeaussichten sind zwar vage,
doch sicher ist die Herzlichkeit.

Die Liebe hat jetzt Konjunktur,
Familien finden sich zusammen.
Man genießt, vergisst die Uhr,
manches Herz steht gar in Flammen.

Es ist fürwahr die schönste Zeit,
die Liebsten mag man gern beschenken.
Nun ist sie da, es ist soweit,
Freude und Gefühle lenken.

Wieder wirken Baum und Lichter,
die Weihnacht legt sich aufs Gemüt.
Dem Herrgott ist man etwas dichter,
denn Herz und Seele sind erblüht.

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Twity-Autor, 21.12.2019
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Grenzenlos ist keine Zeit

Wer beschwichtigt, runterspielt,
hat bisher nicht viel verstanden.
Wer jahrelang Profit erzielt,
dem kam das Wertvollste abhanden.

Sitzt man aus und setzt auf Zeit,
ist die Erde ganz verloren.
Dann siegt so manche Dusseligkeit,
Verlogenheit, für Wähler-Ohren.

Doch Dusseligkeit bringt keine Chance,
wir haben nicht unendliche Zeit.
Drum handelt, lebt für die Balance,
für Zukunft und Gerechtigkeit.

Beschwichtigt nicht den Ernst der Lage,
sonst herrscht bald weltweit Hungersnot.
Das Klima wandelt, keine Frage,
und immer näher rückt der Tod.

Die Trockenheit ist angekommen,
es sterben Tiere, Wälder weg.
Und wird nicht gleich was unternommen,
dann hat ein Umdenken kein Zweck.

Der Worte sind genug gesprochen,
drum ist jetzt Handeln angesagt.
„Jetzt wird das Wort nicht mehr gebrochen,
und Leben nicht für Geld vertagt.“

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Twity-Autor, 22.09.2019
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Der Wind zerpflückt die Wolken

Der Wind zerpflückt die Wolken,
das Zelt ist weiß und blau.
Die kleinen Schwalben folgen,
sie segeln eine Show.

Sie schweben mit den Lüften,
September ist noch mild.
Er spielt mit schönen Düften,
verschmilzt im Sommerbild.

Jung sind noch die Tage,
doch löst sich manches Blatt.
Noch hört man keine Klage,
noch werden alle satt.

Die Bienen finden Becher,
sie trinken süßen Saft.
Manch blütenreicher Fächer,
stillt und schenkt gar Kraft.

Der Wind verzaubert Wolken,
ihr Weiß wird himmelblau.
Zahlreiche Blüten folgen,
benetzt, mit Morgentau.

.Twity-Autor, 03.09.2019
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Die lieblichen Jahreszeiten

Ich liebe den Frühling,
den Sommer noch mehr,
doch ist er zu warm,
dann leide ich sehr.

Dann will ich den Herbst,
und sehne mich innig,
den Winter zu mögen,
ist herzlich und sinnig.

Auch er hat gar Reize,
die mich arg entzücken,
drum liebe ich alle,
weil sie mich beglücken.

Denn alle vier Brüder,
sind mit mir verbunden,
und jeder ist anders,
in seinen Stunden.

Drum kann ich nie sagen,
wen habe ich lieber,
ich mag jeden huldreich,
im Wechsel der Lieder.

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Twity-Autor, 25.08.2019
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Sommer ist es

Sommer ist es, ziemlich bald
Fliegen Schwalben um die Nester.
Knospen treiben zum Erhalt,
Bruder sind sie und auch Schwester.

Ahorn zeigt sein mattes Dach,
er beherbergt viele Gäste.
Bis spät abends sind sie wach,
futtern, singen, summen feste.

Die Sonne sinkt als Feuerball,
mancher leidet durch die Hitze.
Die Trockenheit ist überall,
aus der Ferne sieht man Blitze.

Donner schleicht sich rasch heran,
Regen wird schon längst erwartet.
Doch es kommt kein Wölkchen an,
welches Überleben startet.

Alles hat gar großen Durst,
manches ist längst ausgedorrt.
Langsam geht es um die Wurst,
Wasser fehlt an jedem Ort.

Sommer ist es, richtig heiß,
Bienen sterben wie die Fliegen.
Menschen baden, essen Eis,
Pflanzen kommen zum Erliegen.

 

Twity-Autor, 30. 07.2019

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Der Sommer hat die Hosen an

 


Der Sommer hat die Hosen an,
jeder kann es sehen.
Die Hitze schreitet arg voran,
die Sommerwinde stehen.

Ein Schattenplatz hat Seltenheit,
die Sonne findet jeden.
Im Nu steigt das Grad Fahrenheit,
und manche Gartenfeten.

Doch es stöhnen Baum und Felder,
auch Mensch und Tier wird es zu warm.
Und stellenweise brennen Wälder,
die Wärme macht uns schlapp und lahm.

Der Sommer hat die Hosen an,
und momentan das große Sagen.
Und weil niemand was ändern kann,
müssen wir sein Hoch ertragen.

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Twity-Autor, 15.06.2019
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Der Rosenteich

Ein Fisch sprang hocherfreut im Teich
und tauchte mehrfach unter.
Dies lag an seiner Gattin Laich,
die Jungen sind putzmunter.

Die Eier waren angeklebt,
an des Teiches Pflanzen.
Der Rosenteich ist sehr belebt,
Libellen sieht man tanzen.

Die Wasserrosen bieten Platz,
für Frösche, Bienen, Mücken.
Die Blütenpracht, ein echter Schatz,
um Falter zu entzücken.

Ein Schwanenpaar schwimmt stolz im Kreis,
mit ihren süßen Jungen.
Die Sonne scheint besonders heiß,
schon schlürfen viele Zungen.

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Twity-Autor, 15.06.2019
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Kleiner Spatz


Kleiner Spatz im Baumgeäst,

halte dich an Zweigen fest,
der Himmel schickt ein Sturmgebraus,
die Wolken schauen düster aus.

Die Wipfel schaukeln hin und her,
nun rette dich und flieg‘ nicht mehr.
Sonst packt dich noch der Pustewind
und weht dich fort, du Vogelkind.

So harre bis der Regen geht,
die Sonne hoch am Himmel steht.
Sind die Wolken licht und leer,
pfeift der Wind auch nimmermehr.

Kleiner Spatz, sei auf der Hut,
so wird am Ende alles gut.
Die Junisonne trocknet schnell,
eröffnet ein Gesangsduell.

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Twity-Autor, 13.06.2019
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