Spinnefix und Mäuserich

Auf einem Waldweg zwischen Tannen,
hat ihre Freundschaft angefangen.
Die vom Spinnefix und Mäuserich,
die sich nicht ähneln äußerlich,
als Zapfen von den Bäumen sprangen.

Denn da zerriss das Spinnennetz,
der freie Fall wird da Gesetz.
Und mitten in der Mittagszeit,
sorgt Spinnefix für Heiterkeit,
beim Stacheligel Petz. 

Der Mäuserich schlich unterm Baum,
man sah es, doch man glaubt es kaum.
Die Spinne seilte sich hinab,
der Faden riss und sie fiel ab
und landete auf Rückenflaum.

Der Mäuserich erschrak sich sehr,
doch krabbelte es noch viel, viel mehr.
Die Spinne ritt zum Mauseloch,
dort blieb sie dann ein Weilchen noch,
verspann den Eingang kreuz und quer.

Die Maus bot ihr ein Schlafplatz an,
solange sie noch bleiben kann.
Und Spinnefix zog bei ihr ein,
sie hielt dafür die Höhle rein,
und webte Türen dann und wann.

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Twity-Autor, 24.09.2018
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Im Garten der Erinnerung

Der Garten der Erinnerung,
ist oft privat und heilig.
Dort ist man meistens wieder jung,
es wird dort nie langweilig.

Dort hat das liebe Herz gepflanzt,
dort singen Geist und Kehle.
Es wird gelacht, verträumt getanzt,
doch manchmal weint die Seele.

Im Garten der Erinnerung, 
verblassen manche Sachen.
Und manche geben neuen Schwung,
weil sie uns glücklich machen.

Die schönen Dinge bleiben groß,
in unseren Gedanken.
Über manche wächst gar Moos,
und manche Blüten schwanken.

Im Garten der Vergangenheit,
kann man nichts umgraben.
Dort wächst nach Alter und nach Zeit,
was wir nicht mehr haben.

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Twity-Autor, 17.09.2018
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Im Wald


Der Igel spießt die Früchte auf,
das Fallobst von den Ästen.
Ein Eichhorn klettert Tannen rauf,
gibt Kletterkunst zum Besten.

Sein Kobel unterm Nadeldach
ist Schutz und sein zu Hause.
Der Grauspecht macht wie immer Krach,
doch zwischendurch auch Pause.

Ein Wildschein saust durchs Unterholz,
wühlt Eichenboden auf.
Ein Rehkitz macht die Mutter stolz,
ihr Junges ist gut drauf.

Der Waldkauz äugt im Wald umher,
der Fuchs gräbt noch am Bau.
Die Hasen laufen kreuz und quer,
manch Futter ist halt schlau.

Der Wolf markiert sein Waldrevier,
um Rotwild zu erjagen.
Der Herbst steht vor des Waldes Tür,
wird Farbenzauber wagen.

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Twity-Autor, 11.09.2018
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Der Septembersommer

Der Sommer bleibt mit aller Macht,
verschönt Septembertage.
Wer hätte dies von ihm gedacht,
wie herrlich warm die Sonne lacht,
er hält sich mehr als vage.

Er dreht noch einmal tüchtig auf,
der Frühling war schon Sommer.
Er krönt mit seinem Spätverlauf,
selbst abends setzt er einen drauf
und zeigt sich durchaus frommer.

Es stürmt bereits im Baumgeäst,
der Wind nimmt stetig zu.
Jahrhundertsommer gibt den Rest,
gedanklich halten wir gern fest:
Der Sommer ward der Clou.“

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Twity-Autor, 11.09.2018
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Ohne Fehl und Tadel

 


Keiner kann von sich behaupten,
dass er ohne Fehler sei.
Dass er ohne Schuld und Tadel
sein Leben lebt, stets frisch und frei.

Oftmals sind wie dumme Menschen,
machen uns das Leben schwer.
Hoffen auf die großen Wunder,
beten dann gar umso mehr.

Niemand ist da wirklich besser,
manche nehmen es sich vor.
Jeder Fehler ist auch Tadel,
schreibt sich mancher hinters Ohr.

Und so wachsen stetig Zwänge.
Bricht man nicht letztendlich aus,
macht sich stark für seine Meinung,
kommt unterm Strich nichts Gutes raus.

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Twity-Autor, 10.09.2018
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An deinem Geburtstag

 


An deinem Geburtstag 
da will ich dir sagen,
dass du mir 
lieb und wichtig bist.

Auch wenn wir oft streiten,
uns wieder vertragen,
man ärgert sich traurig
über den Zwist.

Dann leidet jeder,
getrennt voneinander,
und jeder von uns
hält das Ganze für Mist.

An deinem Geburtstag,
da will ich dir sagen,
dass alles im Grunde
nur Liebe ist.

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Twity-Autor, 30.08.2018
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Oktober kommt im Goldgewand

 

Oktober kommt im Goldgewand,
die letzten Blätter färben.
Dazwischen erntet manche Hand,
denn nichts soll gar verderben.

Manches Obst war früher reif,
durch den Jahrhundertsommer.
Der Morgen perlt im Nebelschweif,
doch später wird er frommer.

So mancher Strahl bricht durchs Geäst
und lässt die Bäume schimmern.
Noch hält sich manches Blättlein fest,
den Buntspecht hört man zimmern.

Oktober kommt im Goldgewand,
legt sich auf Wald und Wiesen.
Und bringt vereinzelt noch im Land
viel Schönheit zum Genießen.

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Twity-Autor, 29.08.2018
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Einsicht

Was am Tag ein Herz beschwert,
lässt sich überwinden,
wenn man alles friedlich klärt,
kann man Ruhe finden.

Kummer zieht tagein, tagaus
in die Menschenseelen,
schöpft man dennoch Gutes draus,
muss sich keiner quälen.

Manchmal lernt man still dazu,
manchmal muss es schmerzen,
manche Einsicht bringt im Nu,
Frieden in die Herzen.

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Twity-Autor, 24.08.2018
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Der kleine Specht

Tage werden kommen,
mal gute, manche schlecht,
posaunte einst besonnen
ein kleiner bunter Specht.

Er meint er ist im Bilde
und kennt sich bestens aus,
im Wald und im Gefilde,
denn da ist er Zuhaus.

Kaum wurde er vernommen,
zog sich der Himmel zu
und Blitze sind gekommen,
da denkt man sich: „nanu.“

Als Sturm und Regen tobten,
erging es manchem schlecht.
Doch Einfaltspinsel lobten
den weisen bunten Specht.

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Twity-Autor, 20.08.2018
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Die stillen Gedanken

 


Alles wird man niemals teilen,
weil es nur verletzbar macht.
So bespricht man nur bisweilen,
was man so niemals gedacht.

Wahrheit will kaum jemand wissen,
jeder sagt es geht ihm gut.
Manchem geht es echt beschissen,
da steigert sich die Frust und Wut.

Doch niemand darf es wirklich sehen,
drum bleiben die Gedanken still.
In der Hoffnung, es wird vergehen,
weil man es doch so sehr will.

Deshalb spielt man seine Rolle,
wie ein Komparse, angepasst.
Und funktioniert wie man auch solle,
auch wenn man viele Dinge hasst.

Dabei möchte man sie schreien,
die Gedanken wahr und still.
Um sich selber zu befreien,
aus Zwängen und Gesellschafts-Drill.

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Twity-Autor, 20.08.2018
© by Twity-Autor