Früher gab es Schnee in Fülle

Früher gab es Schnee in Fülle,
im Winter hat es oft geschneit.
Darum standen rings um Straßen
weiße Männer weit und breit.

Ja, es waren gar nur Männer,
eine Schneefrau sah ich nie.
Möhren waren öfters Nasen
und der Schnee ging bis zum Knie.

Ausgediente dicke Mützen,
oder gar ein alter Topf,
trugen ihre weißen Köpfe,
und ihr Bauch so manchen Knopf.

Mancher nahm auch kleine Steine,
und sie wurden Augen, Mund.
Gab die Mutter Schal und Besen,
standen sie perfekt und rund.

Kinder rollten sich auf Wiesen,
mancher rutsche auf dem Po.
Hatte jemand einen Schlitten,
war er stolz und mächtig froh.

Skier fuhren über Pisten,
durch den Wald und die Natur.
Und man war gern länger draußen,
trotz der Kälte in der Flur.

Früher gab es Schnee in Fülle,
und die Luft war noch gesund.
Heute wird es immer wärmer,
jeder kennt dafür den Grund.

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Twity-Autor, 09.12.2018
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Die Vorweihnacht

Der Schnee lässt auf sich warten,
der Wind ist mild, fast warm.
Geschmückt sind Haus und Garten,
bekerzt des Leuchters Arm.

Advent ist angekommen,
das zweite Mal im Jahr.
Er hat es wohl vernommen,
der Wunsch nach Schnee ist da.

Doch dies schafft nur der Winter,
der Herbst geht sicher bald.
Dann freuen sich die Kinder,
ist es auch glatt und kalt.

Im Garten nässt die Tanne,
noch fehlt ein Baum im Haus.
So manche große Panne,
lässt keinen Lacher aus.

Manch Finger haben Blasen,
das Ofenblech ward heiß.
In manchen Bodenvasen,
zweigt es um jeden Preis.

Der Regen klopft an Scheiben,
der Lichterbogen schwippt.
Zum Glück lässt er es bleiben,
da das Wetter kippt.

Man nutzt die Gunst der Stunde,
besucht den Weihnachtsmarkt
und schlemmt in froher Runde,
solang das Auto parkt.

Was für ein Wünschen, Hoffen,
die Liste ist noch lang.
So manches ist noch offen,
bald wird es eng im Schrank.

Er muss gar viel verstecken,
manch Fach ist streng geheim.
Um Neugier nicht zu wecken,
schließt man die Käufe ein.

In ungefähr zwei Wochen
ist alles schön verpackt.
Und wie zuvor versprochen,
wird manche Nuss geknackt.

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Twity-Autor, 06.12.2018
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Der Nikolaus im Kindergarten


Der Nikolaus hängt an der Tür,
und viele Kinder warten.
Sein dichter Bart steckt felsenfest,
sein warmer Mantel schweißt den Rest,
er stöhnt im Kindergarten.

Ein Holzspalt zerrt am weißen Bart,
er will den Scherz nicht lassen.
Und plötzlich macht es schnipp und schnapp,
dann fallen kleine Strähnchen ab,
als Hände kräftig fassen.

Der Nikolaus ist jetzt bereit
die Kinder zu erfreuen.
Die ersten stürmen schon herbei,
als wenn es das Normalste sei,
weil sie ihn nicht scheuen.

Manch Popelfratz singt gleich ein Lied,
es folgen noch Gedichte.
Und weil sie alle artig sind,
bekommt alsbald auch jedes Kind,
ein Stiefel von der Fichte.

Der Nikolaus hat sie verziert,
mit kleinen roten Säcken.
Da hielten sie noch Mittagsschlaf,
und jetzt bedanken sie sich brav,
weil sie voll Freude stecken.

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Twity-Autor, 21.11.2018
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Die Krähe wirft die Haselnuss

Eine kluge Krähe
flog unter einem Strauch.
Jener trug noch Blätter
und mein Haupthaar auch.

Ich stand bei einer Linde,
als ich die Krähe sah.
Die Nuss in ihrem Schnabel,
war groß und wirklich da.

Sie wollte sie verstecken,
an jenem Busch und Ort.
Zwischen dichten Zweigen,
sie flog dann lieber fort.

Sie hatte mich gesehen,
und fürchtet um die Nuss.
Ich blieb und schaute weiter
und grinste mit Genuss.

Dann flog sie Richtung Fahrbahn
und warf sie aus der Luft.
Ein Auto knackt die Schale
und sie folgt jenem Duft.

Sie läuft zu jener Stelle
und schaut auf den Verkehr.
Und als die Ampel schaltet,
war schon die Schale leer.

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Twity-Autor, 11.11.2018
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Verzweiflung


So mancher bangt bei einem Tief,
die Welt dreht sich stets weiter.
Manchmal läuft gar etwas schief,
so ist das Leben, leider.

Verzweiflung hat noch nie genützt,
sie raubt nur Kraft und Geist.
Wenn man beides nutzt und schützt,
wird es besser, meist.

Handeln hilft in jeder Not,
Nichtstun macht sie schlimmer.
Ist so manches nicht im Lot,
hilft Bewegung, immer.

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Twity-Autor, 11.11.2018
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Samhain (Halloween)


Bald gruselt es gewaltig,
die Hexen schwirren aus.
Und kleine Kindermonster
klingeln Haus für Haus.

Gib Süßes oder Saures,“
rufen sie im Chor.
So mancher Geister-Kürbis
ziert dabei Haus und Tor.

Vampire machen Streiche,
erlauben sich gern Spaß.
Wenn sie nichts erbeuten,
kennen sie kein Maß.

Teufel und Gespenster
ziehen durch die Nacht.
Erschrecken ihre Nachbarn,
weil's ihnen Freude macht.

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Twity-Autor, 23.10.2018
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Warzenschweine

 


Warzenschweine, große, kleine
aus den Steppen und Savannen,
kennen südlich der Sahara
keine grünen Edeltannen.

Würden man dort Tannen kennen,
sähen manches anders aus.
Denn beim Warzenschweine-Rennen
fielen wohl die Bäume raus.

Deshalb lieber die Savannen,
dort ist alles flach und weit.
Lichte Wälder, ohne Tannen
kennen ihren Kampf und Streit. 

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Twity-Autor, 09.10.2018
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Die Hasenkinder

Ein Hasenkind mit Löffelohren
wurde kürzlich erst geboren.
In einer hohen Gräser-Sasse,
schmeckt Muttermilch nochmal so klasse.

Schon bald verließ er das Versteck
und rannte Mutter Häsin weg.
Sie lebte aber nie alleine,
denn sie bekam gar ständig kleine

süße braune Hoppelhasen,
die gerne über Felder rasen.
Die zeitig eine Mulden haben
und nach Körnern, Wurzeln graben.

Da bleibt wirklich nur zu hoffen,
kein Häschen wird von Blei getroffen.
Und landet dann im Butterschmalz
zwischen Knoblauch, Pfeffer, Salz.

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Twity-Autor, 09.10.2018
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Der Herbst hat es gar eilig

 


Der Herbst hat es gar eilig,
er färbt die Blätter ein.
So wird es nie langweilig,
die meisten sind noch klein.

Bereits vor zwei, drei Tagen
war mancher Baum noch grün.
Und manche Bäume tragen
ihr klägliches Erblüh'n.

Der Sommer ward gegangen,
er blieb ein halbes Jahr.
Sein heißes Unterfangen
ist ab und zu noch da.

Dann wird der Herbst zum Sommer,
so um die zwanzig Grad.
Doch langsam wird er frommer
und schreitet doch zur Tat.

Das Laub fällt von den Ästen,
ist gelb, orange und rot.
Und zwischen Vogelkästen
versinkt das Abendrot.

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Twity-Autor, 07.10.2018
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Die Welt (2)

Was die Welt nicht wissen will,
ignoriert sie prompt.
Doch die Zeit hält niemals still
und so kommt – was kommt.

Was die Welt nicht sehen mag,
interessiert sie nicht.
So verstreichen Jahr und Tag,
weil man nur verspricht.

Was die Welt nicht hört und lebt,
wird zum Untergang.
Schuld – die an den Händen klebt,
bleibt ein Leben lang.

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Twity-Autor, 01.10.2018
© by Twity-Autor